In Luxemburg

07. Februar 2020 16:45; Akt: 07.02.2020 17:14 Print

CO2-​​Steuer beträgt fünf Cent pro Liter Diesel

LUXEMBURG – Die Regierung hat am Freitag ihren Fahrplan für den Energieumstieg vorgestellt. In ihm findet sich ein CO2-Preis, der mit der Zeit ansteigt.

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Luxemburg will in den nächsten Jahren seinen CO2-Ausstoß drastisch senken. Unter anderem soll eine Preiserhöhung beim Sprit dazu beitragen.

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Die Regierung will weg vom Öl und hin zu erneuerbaren Energien. In einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung erklärt die Regierung, dass sie das Preisniveau für Treibstoff zwischen Luxemburg und seinen Nachbarländern senken wolle. Um «das Verursacherprinzip zu respektieren», will sie im Rahmen der künftigen Steuerreform einen CO2-Preis einführen. Dieser wird dauerhaft an die Ziele des Pariser Klimaabkommens gekoppelt.

«Folglich wird der Preis pro Tonne CO2 im Jahr 2021 bei etwa 20 Euro liegen», teilt die Regierung mit. Mit anderen Worten: Jeder Bürger wird 20 Euro pro Tonne ausgestoßenes CO2 zahlen müssen. «Für Diesel entspricht dies etwa fünf Cent pro Liter», heißt es in der Mitteilung. Der Tarif wird in den Jahren 2022 und 2023 um jeweils 5 Euro pro Tonne erhöht, zweimal kommen also etwa 1,5 Cent pro Liter Diesel hinzu. Von 2021 bis 2023 verteuert sich der Diesel also um acht Cent.

Offensive der erneuerbaren Energien

Diese Maßnahmen sind Teil des «Integrierten Nationalen Energie- und Klimaplans», der den Zeitraum 2021 bis 2030 abdeckt und diesen Freitag vom Regierungsrat genehmigt wurde. Dieser Fahrplan beschreibt auf 200 Seiten eine Reihe von Maßnahmen, die im Laufe der Zeit umgesetzt werden sollen, um «den bereits eingeleiteten Energieumstieg zu beschleunigen».

Der Plan enthält Projekte zur Verbesserung der Energieeffizienz, zur Förderung erneuerbarer Energien sowie zur Förderung einer nachhaltigeren Mobilität. Ziel ist es, die Energienachfrage bis 2030 um 40 bis 44 Prozent im Vergleich zu 2005 zu reduzieren. Um dies zu erreichen, muss der Anteil der erneuerbaren Energien von heute elf Prozent auf 25 Prozent im Jahr 2030 steigen.

Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören zum Beispiel die Einführung eines Niedrigenergiestandards für Gebäude und die Förderung der grünen Finanzierung. Die Bereitstellung öffentlicher Verkehrsmittel, die Reform und Elektrifizierung des RGTR-Busnetzes und die Förderung der Telearbeit gehören ebenso dazu wie eine «Solar-, Photovoltaik- und Windkraftoffensive» und ein Bonussystem für Gebäudesanierung. Auch Prämien für den Ersatz von Ölheizungen durch umweltfreundlichere Alternativen sind geplant.

(jw/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Julie am 07.02.2020 17:55 Report Diesen Beitrag melden

    grob sind das 5% dieses Jahr und weitere 1,5% in den kommenden Jahren 2 Jahren. In Deutschland stieg der Strompreis 2019 um 5% und laut Prognose wird es die nächsten Jahre noch dicker kommen, wegen Ausstieg aus Kohle und Atom, wenn dann noch alle Elektro fahren wird's dramatisch für den Strompreis, weniger Oel aber mehr Strom bedeutet Preis von Oel geht runter und von Strom geht hoch (Angebot und Nachfrage), will man komplett grünen Strom in Luxemburg (ohne Atom ) werden die Preise für Strom dem deutschen Markt folgen

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  • Sarkast-opgepasst! am 07.02.2020 17:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An wéivill gë den Stroum méi deier bis 2023 ?

  • Sandmännchen am 08.02.2020 21:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mengt dach ëm Gotteswellen nit, wan dir irgend eng Prim vum Staat krit, das dir ee gudd Geschäft gemacht haet. Daat sin an der Regel aer egen Suen die dir zréck krit, zum Beispill een Deel vun der TVA, an die Leit die keng bezuelen, an se komplett ofsetzen, die lachen sich ee klengen ant Fauscht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Phil am 15.02.2020 21:50 Report Diesen Beitrag melden

    Hei am Land besteet d'Politik nach juste aus Tram, Radaren, Vitessekontrollen, E-Mobilen an CO² Steieren. Et géif een schon bal méngen sie wären frou dass et den Klimawandel gett fir de Leit domadder d'Suen aus der Täsch ze zéien an d'Staatskeesen ze fëllen. De Klimawandel ass dat lukrativst an erfolleggräichst Businessmodell aller Zeiten!

  • allergie-à-la-bêtise am 09.02.2020 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    selten esou eppes "Intelligentes" gelies..????‍♂️

  • Daweb am 09.02.2020 09:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leider nein

  • Lol am 09.02.2020 03:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer schlimmer

  • Benny am 08.02.2020 21:28 Report Diesen Beitrag melden

    Dës Gambia Regierung muss ewäsch, mat alle Mëttellen !