«TNS Ilres»-Umfrage

12. März 2020 10:53; Akt: 12.03.2020 11:04 Print

Corona-​​Epidemie ängstigt Mehrheit der Luxemburger

LUXEMBURG – Die Mehrheit der Bevölkerung ist skeptisch, ob die Regierung beim Krisen-Management gute Arbeit leistet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von TNS Ilres.

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Die Ausbreitung der Pandemie ängstigt die Mehrheit der Luxemburger.

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Fast die Hälfte der Luxemburger (49 Prozent) glaubt nicht, dass das Großherzogtum in der Lage ist, um auf die Corona-Krise angemessen zu reagieren. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von TNS Ilres hervor, die am Dienstag und Mittwoch durchgeführt wurde. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen auch, dass die Bewohner sich mehr Sorgen über die Verbreitung des Virus (59 Prozent) machen als über das Virus selbst (49 Prozent).

62 Prozent der Befragten sind vorsichtig im Hinblick auf größere öffentliche Veranstaltungen, 21 Prozent versuchen sie komplett zu meiden. Veranstaltung mit mehr als 1000 Personen sind seit gestern von Regierungsseite verboten. Auch der ÖPNV sorgt bei 54 Prozent der Befragten für ein ungutes Gefühl, 19 Prozent sind sogar «sehr besorgt». Museen-, Kino- oder Konzertbesuche sind für 51 Prozent ein Grund zur Beunruhigung, der Arbeitsplatz verängstigt 31 Prozent und auch Restaurants stellen für rund ein Drittel der Befragten einen Grund zur Besorgnis dar.

Das Krisen-Management der Regierung wird abgestraft: Nur 22 Prozent der Einwohner glauben, dass die Behörden gute Arbeit leisten. 13 Prozent finden, dass schnell genug reagiert wird. Die Umfrage zeigt auch regelrechtes Misstrauen in der Bevölkerung. Fast die Hälfte glaubt, dass die Regierung «bestimmte Informationen vor der Öffentlichkeit versteckt» und nur 30 Prozent vertrauen darauf, dass «die notwendigen sanitären Maßnahmen getroffen werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern». Es ist jedoch zu beachten, dass die Umfrage größtenteils vor der Ankündigung von Maßnahmen durch Premierminister Xavier Bettel am Mittwochnachmittag durchgeführt wurde.

(Jérôme Wiss/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Julie am 12.03.2020 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    Leute kommen aus Risikogebieten und werden nicht in Quarantäne geschickt, das Märchen dass Masken nicht helfen aber Bettel hat den Bart abgemacht damit die Maske dicht sitzt, die Antworten des Dr. Schmitt bei "dir hutt d'Wuert" hat den Leuten endgültig die Augen geöffnet, bei einer Umfrage heute würde das Vertrauen nochmals tiefer sinken, bei der Pressekonferenz haben sie alle nur gestottert. Sie hatten alle lang genug Zeit sich anzuschauen was in China abgeht, dementsprechend hätte man die Sache ernster nehmen sollen !

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  • isagogogo am 12.03.2020 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    waat ass dann mat den schoulen an mam schwammcours.... vill Schoulen gin jo an publik Schwämmen schwammen wou och aaner Leit hinkommen, waat mesch den Ministère de l'Education dann do.... Oft fängt een sech schon am "normalen" als meiglechen Knascht an (Warzelen, Fousspilz, asw.). wei kann een d Kanner do schützen?

  • irgendeen am 12.03.2020 22:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Medien bauschen alles op well et Zuschauer unzitt and d‘Leit gin doduerch paranoid. Fakt as dass vir 97% vun den Infizeierten et net mei as wei eng Grippe vun 2 Wochen. Weider as den Fakt dass dei Leit dei duerch den Virus besonnegt gefährdet sin, +- dei selwescht sin dei duerch dei normal Grippe och Problemer geingen kreien.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • sputnik am 15.03.2020 16:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hygiene ist das A und O. Leider musste ich heute morgen in einem Supermarkt in Esch feststellen, nach halbstündigem warten draußen,dass von zehn Menschen die den Supermarkt betreten haben nicht mal zwei seit Tagen ne Dusche gesehen, respektiv benutzt haben und die Kleidung Angst vor einer Waschmaschine haben. So sieht’s aus, ihr lieben Freunde von drüben.!“

  • JC am 13.03.2020 12:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    di ganz Situation " déi mer elo hun " gläicht éischter engem Biologesche Krisch fier d'Menschéd ze kontroléieren an dominéieren ! komesch ass ed jo awer dass ed Länner gun wou ed ned eng infizéiert Persoun ged !

  • lily88 am 13.03.2020 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    an waat ass bei ons mat restraunt'en diskoen café, an der belg maan dei sait haut zou, do ass och eng grouss gefoor

  • wat soll dat? am 13.03.2020 08:48 Report Diesen Beitrag melden

    Kéen Wonner bei enger Dauerberieslung an den Medien. Ech kann mech nach un eng Grippeepdidemie erënneren wou d'hallef Land am Bett luech, do war kéen esou en Gedaisch wei elo.

  • irgendeen am 12.03.2020 22:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Medien bauschen alles op well et Zuschauer unzitt and d‘Leit gin doduerch paranoid. Fakt as dass vir 97% vun den Infizeierten et net mei as wei eng Grippe vun 2 Wochen. Weider as den Fakt dass dei Leit dei duerch den Virus besonnegt gefährdet sin, +- dei selwescht sin dei duerch dei normal Grippe och Problemer geingen kreien.

    • Paul G am 13.03.2020 10:39 Report Diesen Beitrag melden

      dir sitt falsch informéiert. 10-15% vun de Leit déi de virus hun, mussen an der intensivstatioun deelweis kënschtlech beootemt gin! also haalt endlech w.e.g. op mat: et ass "just eng grippe"

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