In Luxemburg

21. April 2020 15:26; Akt: 21.04.2020 15:41 Print

Coronavirus stellt die Krankenhäuser auf den Kopf

ESCH/ALZETTE – Aufgrund der Corona-Pandemie, musste das Gesundheitssystem des Großherzogtums von Grund auf neu organisiert werden.

storybild

Die Corona-Krise verlangt dem Escher Centre Hospitalier Emile-Mayrisch viel ab. (Bild: L'essentiel/JG)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Aufgrund des um sich greifenden Coronavirus mussten sich die Krankenhäuser des Großherzogtums anpassen. Dadurch sollte der Schaden, den das Virus verursacht, begrenzt werden. Vier Versorgungszentren wurden eingerichtet. Am CHL wurde am Montag die provisorische Notklinik eingeweiht. Am Escher Centre Hospitalier Emile-Mayrisch «wurde alles von Grund auf reorganisiert, als das Virus auftauchte», erklärt Serge Meyer, Leiter des Corona-Krisenstabs.

Das Krankenhaus-Gebäude wurde in zwei Zonen aufgeteilt, um Infizierte, aber auch Patienten, bei denen der Verdacht auf Ansteckung bestand, von den anderen Patienten getrennt zu halten. Covid-19- Erkrankte werden erst aus dem Krankenhaus entlassen, «wenn sie vollständig genesen sind», erklärt Meyer. Es wurden zusätzliche Bettenkapazitäten geschaffen – mit insgesamt 28 weiteren Plätzen in der Cafeteria. «Aus Gründen des Infektionsschutzes konnten wir sie sowieso nicht mehr nutzen», sagt Meyer.

Kopfzerbrechen wegen Grenzgängern

Etwas erleichtert wird die Arbeit der Mediziner und Pfleger durch den Rückgang des Betriebs in der Notaufnahme. «Wir müssen kaum noch Arbeitsunfälle behandeln. Normalerweise nehmen diese den Großteil der Notaufnahme in Anspruch», sagt Meyer. Auch die Anzahl von Unfällen im Haushalt oder beim Sport sei rückläufig. Es habe auch nie an Schutzmasken, Handschuhen und Beatmungsgeräten gefehlt. Lediglich die Vorräte für einige Medikamente, wie zum Beispiel das Narkosemittel Curare, seien derzeit begrenzt.

Aufgrund der Reorganisation musste sich auch das Pflegepersonal anpassen. Viele arbeiten nun in einer neuen Abteilung – mit neuen Kollegen. Zu Beginn der Pandemie befürchteten die Vorsitzenden vor allem politische Restriktionen. «Wären die Grenzen komplett geschlossen worden, wären wir in die Bredouille gekommen. Außerdem stand die Frage im raum, ob die Grenzgänger von ihrem Heimatland eingezogen werden. Glücklicherweise ist beides nicht eingetroffen», erinnert sich Meyer.

(jg/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • WhaleWhisperer am 21.04.2020 17:29 Report Diesen Beitrag melden

    mit der Wiederaufnahme der Arbeit am Bau und im Handwerk werden die Notaufnahmen der Krankenhäuser aber auch wieder öfter mit Verletzugen durch Arbeitsunfälle zu tun haben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • WhaleWhisperer am 21.04.2020 17:29 Report Diesen Beitrag melden

    mit der Wiederaufnahme der Arbeit am Bau und im Handwerk werden die Notaufnahmen der Krankenhäuser aber auch wieder öfter mit Verletzugen durch Arbeitsunfälle zu tun haben.