Luxemburg

27. September 2021 18:54; Akt: 27.09.2021 19:57 Print

Jeder zehnte Teenager ist Opfer von Hass im Netz

LUXEMBURG – Wer von Mobbing betroffen ist, scheint laut einer Studie von Geschlecht, Herkunft oder sozialen und familiären Verhältnisse abzuhängen.

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Online-Mobbing scheint nach und nach Mobbing auf dem Schulhof abzulösen.

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Als unmittelbare Folge des digitalen Wandels stellt Cybermobbing inzwischen eine gesellschaftliche Herausforderung dar, vor allem hinsichtlich des Schutzes Heranwachsender. Soziale Netzwerke wie Instagram, Snapchat oder TikTok gewinnen seit einigen Jahren an Beliebtheit doch mit ihnen nehmen auch die Fälle von Online-Mobbing zu.

Laut den Statistiken zum ersten Internationalen Tag gegen Gewalt an Schulen, der letztes Jahr von der Unesco initiiert wurde, gibt jeder zehnte Jugendliche in Luxemburg an, bereits Opfer von Online-Mobbing geworden zu sein, antworten die Minister Henri Kox (Déi Gréng) und Claude Meisch (DP) am Montag dem Abgeordneten Marc Spautz (CSV). In 39 Prozent der Fälle waren demnach «Eifersucht oder Neid» Grund des Mobbings, in einem Drittel der Mobbing-Attacken das Äußere des Opfers und in 22 Prozent der Fälle Rache.

Wer sind die Betroffenen?

Junge Mädchen scheinen der Statistik nach stärker von Cybermobbing betroffen zu sein als ihre männlichen Altersgenossen, und auch Schüler mit Migrationshintergrund sind demnach häufiger Opfer von Cybermobbing. Außerdem sind Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien offenbar stärker betroffen als andere, ebenso Kinder, mit beiden Elternteilen zusammenleben.

«Offline-Mobbing» komme im schulischen Umfeld zwar immer noch häufig vor – jede*r fünfte Schüler*in sei davon betroffen – aber der Trend ist laut den Ministern rückläufig. «Wir gehen davon aus, dass ein Teil des Mobbings an Schulen im Laufe der Zeit zu Cyber-Mobbing geworden ist». Eine neue Umfrage, um die Entwicklung zu beobachten, soll im Jahr 2022 durchgeführt werden.

(th/L'essentiel)

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