Grossregion

01. Juli 2011 12:59; Akt: 01.07.2011 16:30 Print

Das ändert sich für Sie im Juli

LUXEMBURG – Bei der Autoversicherung gelten für Luxemburg strengere Regeln. In Belgien wird nicht mehr geraucht und auch im Rest der Großregion wird einiges anders.

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Bei der Autoversicherung ändert sich in Luxemburg einiges. (Bild: DPA)

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  • Bei der Autoversicherung günstiger wegkommen – damit ist es ab heute vorbei. Die neun Autoversicherer des Landes haben sich darauf geeinigt, ab dem 1. Juli das sogenannte Bonus/Malus-System einheitlicher anzuwenden. Das heißt, dass ab sofort eine guter Bonus oder ein schlechter Malus nicht mehr in der Familie übertragbar sind. Man kann also weder einen besonders guten Bonus und damit eine günstigere Autoversicherung vom unfallfreien Ehepartner erben, noch einen teuren Malus vom verstorbenen Großvater.

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    Zudem können nur Personen einen Bonus oder Malus haben, aber keine Unternehmen, Gemeinden oder Organisationen. Übertragbar ist der Punktestand der Autoversicherung auch nicht bei Leasingautos. Grundregelung heißt: Neues Auto, neuer Vertrag. Das gilt auch bei Zweit- oder drittwagen, die auf denselben Halter versichert sind. Bei jedem Auto wird beim Grundwert 100 Prozent (elf Punkte) angefangen und somit der volle Preis der Autoversicherung bezahlt.

  • Wer nicht in Luxemburg wohnt, aber im Großherzogtum Geld anlegt, bezahlt ab Freitag mehr: Die Quellensteuer auf Geldanlagen steigt von bisher 20 auf 35 Prozent. Der Anstieg ist Folge einer bereits 2003 geltenden europäischen Regelung, von der Luxemburg wie auch Belgien und Österreich bisher ausgenommen waren.
  • Radikaler ist der Wechsel in Belgien: Die Nachbarn im Westen heben am 1. Juli ihr Bankgeheimnis auf: 250 000 Namen von ausländischen Konteninhabern werden dann veröffentlicht. Betroffen sind 10 700 Luxemburger, 100 000 Franzosen und 25 000 Deutsche.
  • Wer in Belgien ausgeht, wird zudem einen Unterschied riechen: Ab Freitag gilt Rauchverbot in allen Kneipen und Restaurants. Nur in Extraräumen darf beim Bier weitergepafft werden. Damit wird Belgien das 20. Land, das Rauchen in Bars verbietet.
  • Bei den deutschen Nachbarn bringt der erste Juli vor allem für Männer eine gute Nachricht: Die Wehrpflicht ist nach 55 Jahren abgeschafft. Mehr als 12 000 Wehrpflichtige des letzten Jahrgangs werden entlassen. Deutschland verfügt ab sofort über eine Berufsarmee. Das hat Folgen im sozialen Bereich: Zwei Drittel der jungen Männer zogen dem Wehrdienst den Zivildient vor. Ab Freitag können sich junge Deutsche für ein freiwilliges Jahr im Rahmen des «Bundesfreiwiligendienst» engagieren.
  • In Frankreich wird ab dem 1. Juli einiges teurer: Der Strompreis steigt um 2,9 Prozent, die Briefmarken werden teurer (von 58 Cent auf 60 Cent) sowie eine Fahrt im Regionalzug (TER) zwischen zehn Cent und 2,70 Euro teurer wird.
  • Zudem steigt das Rentenalter für Franzosen von 60 auf 62 Jahre. Betroffen sind alle, die älter als 50 Jahre sind. Von 2016 bis 2023 steigt das Rentenalter von 65 auf 67 Jahre.
  • In ganz Europa sinken die Roaming-Gebühren beim Telefonieren mit dem Handy. Wer im ins europäische Ausland reist, zahlt fürs Anrufen und Entgegennehmen von Anrufen weniger: Statt 39 Cent pro Minute werden ab Freitag lediglich 35 Cent (plus 15 Prozent Mehrwertsteuer) fällig für Handy-Gespräche aus dem europäischen Ausland. Eingehende Anrufe kosten maximal 11 Cent pro Minute. Der Empfang von Mailbox-Nachrichten im EU-Ausland muss umsonst sein.

(sb/mc/L'essentiel Online

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