In Luxemburg

22. Juli 2019 07:05; Akt: 22.07.2019 07:09 Print

Das bedeutet die Erhöhung des Mindestlohns

LUXEMBURG – Arbeitnehmer freuen sich über die rückwirkende Erhöhung des Mindestlohns. Bei Arbeitgebern kommen Fragen auf. Jean-Paul Olinger von der UEL benennt sie.

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Für Arbeitgeber bedeutet die Erhöhung des Mindestlohns eine administrative Herausforderung. Vor allem, weil die Erhöhung rückwirkend erfolgt. (Bild: Pixabay)

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In Luxemburg erhalten rund 60.000 Menschen den Mindestlohn. Sie sind direkt von der Erhöhung betroffen und erhalten rückwirkend zum 1. Januar eine Erhöhung von 100 Euro. Für Arbeitgeber bedeutet das: Sie müssen mindestens 360.000 Lohnzettel neu ausstellen.

«Es ist eine politische Entscheidung gewesen, den Mindestlohn rückwirkend zu erhöhen. Einfacher wäre es gewesen, rechtzeitig vor Jahresbeginn über das Gesetz abzustimmen. Unternehmen und Verwaltungen hätten weniger Aufwand gehabt», sagt der Direktor der Union des entreprises luxembourgeoises (UEL), Jean-Paul Olinger.

Das bedeutet: Viel Papierkram für Arbeitgeber

Die Erhöhung des Mindestlohns stellt für die Unternehmen vor allem eine administrative Herausforderungen dar. «Steuerformulare müssen neu ausgestellt werden, das Gehalt muss für jeden Monat angepasst werden und die Steuergutschrift muss auch verändert werden. Das wird natürlich besonders kompliziert, wenn variable Arbeitszeiten und die Vergütung von Überstunden dazu kommen», sagt Olinger weiter.

Auch bei Krankheitsfällen müssen die Beträge neu angepasst werden. Für die Empfänger des Mindestlohns gibt er aber Entwarnung: «Es wird sicherlich noch Fragen und Neuberechnungen geben, aber die Zahlungen werden Ende Juli erfolgen.»

(Patrick Théry/L'essentiel)

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