Mit Frankreich

05. Juni 2019 07:56; Akt: 05.06.2019 10:16 Print

Das Steuerabkommen bleibt ein Rätsel

LUXEMBURG – Nach den Erläuterungen des Finanzministeriums wirft die Anwendung des Steuerabkommens zwischen Luxemburg und Frankreich Fragen auf.

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Die Chamber wird das Übereinkommen nicht sofort ratifizieren.

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Das im Februar vergangenen Jahres vom französischen Parlament ratifizierte französisch-luxemburgische Steuerabkommen, das im März 2018 von den beiden Staaten unterzeichnet wurde, bleibt ein Rätsel hinsichtlich seiner Auswirkungen auf die Besteuerung des Einkommens von Personen mit Wohnsitz an der französischen Grenze.

Für den Steuerexperten Patrick van Landeghem «hängt das Problem der Unterschiede nicht von einer korrekten Auslegung des Artikels 22.1. des Übereinkommens ab. Es entstand durch die Ablösung des Steuerbefreiuungssystems durch das Steueranrechnungsverfahren. Das neue System untergräbt die beschränkte Steuerpflicht von Gebietsfremden in Luxemburg», meint er.

Ratifizierung nicht vor Ende 2019

Diese Auslegung wurde vom Finanzministerium bei einem Treffen mit einer Gruppe von Abgeordneten zumindest nicht in Frage gestellt. «Wir hatten eine Sitzung des Finanzausschusses mit einem Vertreter des Finanzministeriums über das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Frankreich und Luxemburg.

Das Ministerium hat nicht bestritten, dass französische Grenzbewohner steuerlich bestraft werden können. Auch wenn Frankreich im nächsten Jahr seine Steuersätze ändert», warnt der CSV-Abgeordnete Laurent Mosar.

Die Chamber ihrerseits plant nicht, das Übereinkommen vor Ende des Jahres zu ratifizieren. Für das laufende Geschäftsjahr ist also noch nichts zu befürchten.

(Patrick Théry/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Guy Michels am 05.06.2019 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Es fehlt den Grenzgängern vor allem an Klarheit und Information, wenn Änderungen kommen. Man sollte dem Steuerpflichtigen eine Beratung anbieten, um die Erklärungen richtig auszufüllen. Muss ja nicht mal gratis sein.

  • svendorca am 05.06.2019 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Steuer-abkommen/Steuerreformen werden so ausgehandelt,dass die Staatskasse sich gut füllen lässt ...der kleine Steuerzahler bleibt dabei auf der Strecke..

Die neusten Leser-Kommentare

  • Guy Michels am 05.06.2019 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Es fehlt den Grenzgängern vor allem an Klarheit und Information, wenn Änderungen kommen. Man sollte dem Steuerpflichtigen eine Beratung anbieten, um die Erklärungen richtig auszufüllen. Muss ja nicht mal gratis sein.

  • svendorca am 05.06.2019 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Steuer-abkommen/Steuerreformen werden so ausgehandelt,dass die Staatskasse sich gut füllen lässt ...der kleine Steuerzahler bleibt dabei auf der Strecke..