Krise in Luxemburg

20. November 2020 08:56; Akt: 20.11.2020 08:56 Print

Das Verfahren für Kurzarbeit wurde vereinfacht

LUXEMBURG – Die neuen Verfahren zur Bezahlung von Kurzarbeit sind jetzt wirksam: Diese sind nun schneller und einfacher, wie viele Unternehmer bestätigen.

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Der Horesca-Sektor hat stark von der Kurzarbeit profitiert. (Bild: Editpress/Julien Garroy)

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Die Kurzarbeit ist ein zentrales Instrument zur Unterstützung von Unternehmen während der Wirtschaftskrise. Um die Unternehmen schneller zu bezahlen, wurde das Verfahren deshalb kürzlich überarbeitet. «Seit Mitte Oktober müssen Unternehmen, die in den Vormonaten zu viele Beihilfen erhalten haben, diese nicht mehr zurückzahlen, damit sie den ihnen zustehenden Betrag für die Folgemonate erhalten», sagt Pierre Hobscheit, Sprecher des Arbeitsministeriums.

«Das Ministerium hat gut reagiert, es war sich der Probleme bewusst», sagt François Koepp, Generalsekretär der Horesca, deren Einrichtungen von den Maßnahmen besonders betroffen waren. Bei einem konstruktiven Treffen hätten die meisten Fragen geklärt werden können – zumal sich viele Betroffene über verspätete Zahlungen beschwert haben.

« Die Regierung war sehr großzügig, aber das System war komplex »

«Vor einer Woche wurde ich nur für die Monate März bis Juni bezahlt», erinnert sich Renzo Bellanima, Besitzer des Restaurants Delirio Culinario in der Hauptstadt. Aber mit dem neuen Verfahren habe er das Geld für Juli erhalten, «und das Geld für August und September wurde für Mitte November zugesagt». Bob Krier, Partner in den Nachtclubs «M Club» und «Gotham», habe alle Zahlungen «bis Ende September erhalten. Bislang gab es eine Menge Papierkram auszufüllen», sagt er.

Auch in den anderen Sektoren gab es Unterschiede: «Die Regierung war sehr großzügig, aber das System war komplex: Ich hatte im September einen großen Betrag zurückzuzahlen, weil die Vorschüsse zu hoch waren», erzählt Fernand Ernster, Inhaber der gleichnamigen Buchhandlungen. Jetzt nutze er die Kurzarbeit nicht mehr, aber er sei froh, dass «die Regierung schnell reagiert hat». Auch Anne-Marie Taranto, Leiterin des Bekleidungsgeschäfts Via Moda in Düdelingen, erinnert sich an Zahlungen, die sie zurückerstatten musste. «Ich musste sicherstellen, dass ich etwas Bargeld zur Hand habe», sagt sie. Ein anderer Buchhändler, der immer noch auf Kurzarbeit zurückgreift, bestätigt: «Es geht jetzt deutlich schneller, das Geld zu bekommen».

(jg/L'essentiel)

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