Paulette Lenert

21. Oktober 2020 16:30; Akt: 21.10.2020 17:48 Print

«Das Virus ist im ganzen Land präsent»

LUXEMBURG – Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) ist trotz steigender Zahlen gegen Schnellschüsse bei den Corona-Maßnahmen.

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Die Neuinfektionen sind im Verlauf einer Woche um 50 Prozent gestiegen. (Bild: L'essentiel)

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«Das Virus ist präsent im ganzen Land», das war die Kernbotschaft, die Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) am Mittwoch überbracht hat. Die Infektionen mit dem Coronavirus sind in den letzten Tagen um 50 Prozent gestiegen, 1280 neue Infektionen gab es demnach innerhalb der letzten sieben Tage. Blind handeln wolle man deshalb dennoch nicht, machte die Ministerin anlässlich der Pressekonferenz zum Corona-Rückblick klar. Neue Maßnahmen solle es deswegen, wenn überhaupt, erst nach einer gründlichen Analyse des Geschehens geben.

Der Vergleich mit der Lage bei unseren Nachbarn sei nicht eins zu eins möglich. Noch sei die Situation in Luxemburgs Krankenhäusern nicht kritisch, aber es gelte die Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern. Deshalb habe das Motto «Bleif Doheem» nichts an Aktualität verloren im Vergleich zum Frühjahr.

Personal begrenzt Intensivkapazitäten

Ein Faktor, der die Kapazitäten begrenzt, ist auch das Personal. Weshalb man im täglichen Austausch mit den Krankenhäusern im Land stehe. Die Gefahr, dass die Nachbarländer ihre Grenzgänger «beschlagnahmen», wie es im März hieß, sei zwar immer noch da, Lenert beurteilte das Risiko allerdings als gering.

Dennoch ist die Lage in diesem Herbst eine andere als im März. Die Altersklasse der 65+ ist aktuell mit 38,8 Prozent deutlich weniger betroffen als noch zu Beginn der Pandemie. Die häufigsten Ansteckungen gibt es demnach aktuell bei den 15- bis 45-Jährigen. Was sich auch in der aktuellen Belegung der Krankenhäuser widerspiegelt. So werden Stand 21. Oktober 67 Personen im Zusammenhang mit Covid-19 in den Krankenhäusern des Landes behandelt. Davon sind sechs Patienten auf intensivmedizinische Betreuung angewiesen.

Das Contact Tracing eigenständig unterstützen

Das Nachverfolgen der Kontakte sei nach wie vor schwer und nicht immer von Erfolg gekrönt. So können die Experten zwar sagen, dass sich die Patienten häufig im familiären Umfeld angesteckt haben (31 Prozent). Noch häufiger ist aber die genaue Infektionsursache unklar (43 Prozent). Deshalb rät die Ministerin auch dazu, dass positiv getestete Personen ihr Umfeld selbst abtelefonieren sollten. Schließlich wisse man selbst doch am besten, wen man, wann getroffen habe.

Damit könne man das Contact Tracing der Regierung unterstützen. Ebenfalls wichtig sei es demnach, dass man sich direkt in eine Selbstisolierung begebe und nicht erst auf die Anweisung des Gesundheitsamtes warte. Damit ließe sich Zeit sparen. Zeit, in der sich das Virus weniger verbreiten könne.

(hoc/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marc am 21.10.2020 18:12 Report Diesen Beitrag melden

    Wir brauchen keine neue Regeln ich glaube es würde genügen wenn die bestehenden Regeln schon mal eingehalten werden würden. Und wenn nötig mit Strafen.

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  • Rene Koecher am 21.10.2020 19:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An de Garen, an den Zich, Tram, Bus, asw. vill Leit doen hier Masken nett un. D Zuchpersonal huet et obginn, si hu guer keng Handhab. D Masken ginn ugedoen, wann den Kontroller laanscht kennt, dann erem ausgedoen. De Buschaufferen as et och egaal. An der Belsch ginn et direkt 250 Euro an do klappt et. Do gett och massiv kontrolleiert. De Staat soll dervier suergen, dass dei bestehend Regelen agehaal ginn, dann as et gudd.

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  • Pia am 21.10.2020 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genee richteg Marc!

Die neusten Leser-Kommentare

  • packtiech am 22.10.2020 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Tja Frau Lenert gebe Ihnen vollkommen recht nur wollen das die Angsthasen hier nicht kapieren und nerven nur!

  • Willi Ehrlich - EHRLICH.PL am 22.10.2020 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte RAUCHER meiden und appellieren, dass diese in der CORONAZEIT nicht rauchen, denn alleine PASSIV-RAUCHEN ist tödlich und inkl. CORONA nicht tragbar!

  • eng Nullerten-Regierung am 22.10.2020 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Dofir sinn jo och keng Kontrollen méi vun der Police.

    • klibbertmech am 22.10.2020 16:26 Report Diesen Beitrag melden

      ma gudd esou ech wëll hei net an engem Polizeistaat liewen, spärrt iech eben an, et zwëngt keen iech fir rauszegoën!

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  • andré am 22.10.2020 07:31 Report Diesen Beitrag melden

    där all, där all sidd et, en deel vun der leisung, an en deel vum problem, also esou einfach meet een sech et

  • roki1 am 21.10.2020 22:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech gif zwar eischter soen dass et an der Belsch net klappt..se hun jo net fir naischt den drettheichsten Inzidenzwert an Europa ( 390 op 100.000 Anwunner) .

    • packtiech am 22.10.2020 16:27 Report Diesen Beitrag melden

      eben vill Länner hu reng guer naicht aus der éichder Well geléiert...Daatselwecht a Frankraich...

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