Astronomie

17. Juli 2019 08:20; Akt: 17.07.2019 08:34 Print

Das war die letzte partielle Mondfinsternis bis 2022

LUXEMBURG – In der Nacht auf Mittwoch hat der Mond den Kernschatten der Erde durchlaufen. Um 23.30 Uhr wurde die maximale Bedeckung von zwei Dritteln erreicht.

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Astronomiebegeisterte durften sich auf eine erneute Mondfinsternis freuen. Sie begann am Dienstag in den Abendstunden: Gegen 22 Uhr trat der Mond in den Kernschatten der Erde (Beginn der partiellen Finsternis) und erreichte gegen 23.30 Uhr die maximale Bedeckung von zwei Dritteln.

In Luxemburg spielte das Wetter allen Astro-Fans in die Karten: Am Himmel waren vielerorts lediglich einige, nicht sehr dichte Schleierwolken zu sehen. An anderen Orten wurde die Sicht überhaupt nicht getrübt. Wie überall auf der Welt, entstanden auch im Großherzogtum viele Aufnahmen des Himmelsspektakels. Wer einen schönen Schnappschuss gemacht hat, darf ihn uns gerne unter web@lessentiel.lu oder per Facebook zukommen lassen.

Während fast drei Stunden befanden sich Teile des Mondes im Erdkernschatten. Gegen 1 Uhr nachts am Mittwoch verließ der Erdtrabant den Kernschatten wieder (Ende der partiellen Finsternis). Wer das Ereignis verpasst hat, muss sich für die nächste Mondfinsternis etwas gedulden: Es wird die letzte von Mitteleuropa aus gut sichtbare Mondfinsternis bis zum 16. Mai 2022 sein.

Finsternis nur bei Vollmond

Finsternisse sind das Ergebnis des himmlischen Wechselspiels von Sonne, Mond und Erde. Bei einer Mondfinsternis steht die Erde auf einer geraden Linie zwischen Sonne und Mond – der Vollmond taucht in den Schatten ein, den die von der Sonne angestrahlte Erde ins Weltall wirft.

Dass eine Mondfinsternis nicht jedes Mal bei Vollmond auftritt, ist auf die leichte Neigung der Mondbahn gegen die Ekliptik – die Ebene der Erdbahn – zurückzuführen. Wegen dieser Neigung von rund fünf Grad wandert der Mond auf seiner Bahn um die Erde meist ober- oder unterhalb des Erdschattens vorbei.

Nur wenn der Vollmond exakt in einem der beiden Schnittpunkte von Mondbahn- und Erdbahnebene steht, wird er vom Erdschatten erfasst. Diese Schnittpunkte heißen auch Drachenpunkte – in Anlehnung an die chinesische Mythologie: Beim Anblick einer Finsternis glaubten die Menschen im alten China, dass ein Himmelsdrache das Gestirn verschlingt.

(L'essentiel/jcg/sda)

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