Betrug in Luxemburg

04. August 2020 07:03; Akt: 04.08.2020 07:26 Print

«Der Betrüger aus Irland» schlägt erneut zu

LUXEMBURG – Der Tankstellenbetrüger und seine Masche sind den luxemburgischen Polizeibeamten seit mehreren Jahren bekannt. Jetzt soll er wieder aufgetaucht sein.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Seit einigen Jahren sorgt der sogenannte «Betrüger aus Irland» in Luxemburg mit seiner Masche für Schlagzeilen. Dennoch läuft er weiterhin frei herum. Möglicherweise stecken sogar mehrere Täter hinter dem Kriminellen. Mehrere Leser behaupten ihm bereits begegnet zu sein.

Auf Nachfrage von L'essentiel kam die großherzogliche Polizei erneut auf den Modus Operandi des Täters zurück. Er gibt sich als Ire aus und behauptet in Schwierigkeiten zu stecken, weil er seine Papiere verloren hat. Dabei spricht er Menschen auf Parkplätzen und Raststätten an, um ihnen Geld aus der Tasche zu ziehen. Er brauche das Geld dringend für seine Heimreise. Sein Unwesen treibt er übrigens in ganz Europa. Er ist meistens mit einem Fahrzeug mit irischem oder britischen Kennzeichen unterwegs. «Oft wurde er in Begleitung einer Frau und eines Kindes gesichtet, deren Verzweiflung bei den ahnungslosen und unter Druck gesetzten Opfern Mitleid erwecken sollte», so die Polizei.

Mehrere Identitäten

Das Geld versprach der Betrüger jedesmal sofort nach seiner Heimreise zurückzuüberweisen. In manchen Fällen ließ der Täter sogar sich selbst oder seinen Ausweis fotografieren, wie von mehreren L'essentiel-Lesern berichtet wurde. Allerdings ist der Mann mit einem gefälschten Ausweis unterwegs, unter anderem benutzt er die Namen Martin Maughan, David Doyle, Marc Kelly oder John Moloney.

Der Kriminelle soll sich nach dem Lockdown an der Aire de Berchem aufgehalten haben, wie Robert* uns erklärte. Der Mann sei jedoch nicht aus seinem Auto ausgestiegen. Das Fahrzeug sei «ein alter SUV mit dem Lenkrad auf der rechten Seite» gewesen. «Er erzählte, dass er alles verloren hätte, aber auf dem Armaturenbrett lag ein Handy», wie der Leser berichtete.

Der Fall sollte auf jeden Fall der Polizei gemeldet werden

Der Täter soll sich jedoch nie lange an den verschiedenen Orten aufhalten. «Manchmal taucht er wieder auf, aber da sein Verhalten uns bisher nicht verdächtig vorkam, reagierten wir erst, als er bereits verschwunden war», sagt die Angestellte einer Tankstelle.

In diesem Jahr wurden der Polizei bereits mehrere Fälle dieser Art gemeldet. Meistens wollen die Opfer aber «keine Zeit mit einer Anzeigeerstattung verlieren oder schämen sich auf die Masche hineingefallen zu sein», so eine Sprecherin der Polizei. Dennoch sei es wichtig, den Fall unverzüglich der Polizei zu melden und sich die Marke und das Kennzeichen des Wagens zu merken. Falls er von der Polizei ertappt wird, muss der «Betrüger aus Irland» gemäß dem Strafgesetzbuch mit einer Geldstrafe von bis zu 30.000 Euro und mit bis zu fünf Jahren Gefängnis rechnen.

* Der Name wurde von der Redaktion geändert

(jg/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Léon am 04.08.2020 18:50 Report Diesen Beitrag melden

    Pourquoi cacher son visage

  • jimbo am 04.08.2020 07:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach mol op all Tankstell eng Foto an eng Warnung ophänken??

  • jimbo am 05.08.2020 07:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Tätergesellschaft Eis Police am am Moment leider zevill domat beschäftegt, dass all Dabo seng Maske ophuet an dass dCorona Regelen agehale ginn. Wann also all Mensch sech geif drun halen, hätt dPolice och mei Zäit vir aner Sachen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • jimbo am 05.08.2020 07:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Tätergesellschaft Eis Police am am Moment leider zevill domat beschäftegt, dass all Dabo seng Maske ophuet an dass dCorona Regelen agehale ginn. Wann also all Mensch sech geif drun halen, hätt dPolice och mei Zäit vir aner Sachen.

    • De_klenge_Fuerzkapp am 05.08.2020 21:59 Report Diesen Beitrag melden

      Ach wierklëch? Den Typ leeft schon seid baal 4 Joer hei ronderëm. -_-'

    einklappen einklappen
  • Léon am 04.08.2020 18:50 Report Diesen Beitrag melden

    Pourquoi cacher son visage

  • H.Odenzak am 04.08.2020 16:19 Report Diesen Beitrag melden

    Um schnelle Hilfe seitens der Polizei zu bekommen, braucht man Ihnen nur zu sagen, der Herr wolle einem ein Tütchen Grass verkaufen... ;-)

  • Tätergesellschaft am 04.08.2020 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    En ass bekannt, sein Trick ass bekannt an et ginn Foto'en vun em. Wat brauch ons Police nach fir sech an Bewegung ze setzen fir no em ze sichen? Oden brengen se him just en Kuch zum Jubiläum wann en ons 10 Joer laang hei ausgedoen huet?

  • Ady am 04.08.2020 13:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jeff, daat ass wéint dem Datenschutz. Dee Blödsinn kann een och Gangsterschutz nennen.

    • Jeff Thies am 04.08.2020 16:34 Report Diesen Beitrag melden

      Ok Merci gesoot fier Info.Awer ann deem heiten Fall ass et wei dier soot Kompletten Bloedsinn

    einklappen einklappen