Termine beim Gericht

28. August 2013 07:30; Akt: 28.08.2013 07:48 Print

Der Kampf um Stipendien geht weiter

LUXEMBURG - Das Verwaltungsgericht will sich in den kommenden Monaten mit den Klagen von Grenzgänger-Kindern befassen, deren Antrag auf Studienstipendien abgelehnt wurde.

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Das Verwaltungsgericht wird sich demnächst mit den Beschwerden von Grenzgänger-Kindern befassen, die in der vergangenen Zeit eingereicht wurden. (Bild: Editpress)

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Nach dem positiven Urteil des EU-Gerichts über das Anrecht auf die Studienstipendien auch für Grenzgänger-Kinder scheint in der Geschichte noch nicht das letzte Wort gesprochen zu sein. Das Luxemburger Verwaltungsgericht will sich in den kommenden Monaten nun mit zwei Klagen von Grenzgänger-Kindern beschäftigen, deren Antrag auf Stipendien abgelehnt wurde. Zuvor war bekannt geworden, dass das Gericht die 1'500 Klagen von Grenzgänger-Kindern nicht gleich behandeln wird.

Zunächst werden die Anwälte der drei Gewerkschaften Aleba, OGBL und LCGB sowie der Europäischen Wirtschaftlichen Interessenvereinigung (EWIV) «Frontaliers européens au Luxembourg» am 7. Oktober für die Vergabe von Stipendien an Kinder der Grenzgänger, die mehr als fünf Jahre in Luxemburg arbeiten, plädieren. Das zweite Treffen soll am 18. November stattfinden, bei dem die Klagen der Studierenden von Grenzgängern behandelt werden, die weniger als fünf Jahre Berufserfahrung im Großherzogtum aufweisen können.

Pascal Peuvrel, der Anwalt von «Frontaliers européens au Luxembourg», ist über die angekündigte Vorgehensweise empört. «Die neue Fünf-Jahre-Klausel war zum Zeitpunkt der Gesetzesverabschiedung 2010 noch nicht anwendbar», ist er überzeugt. Dieses Argument wird der Anwalt in seinem Plädoyer im Verwaltungsgericht hervorheben.

Anträge auf Stipendien bis zum 30. November einreichen

Seit dem 1. August können auch Kinder von Grenzgängern ihre Anträge zur Studienbeihilfe beim Cedies (Centre de documentation et d'information sur l'enseignement supérieur) einreichen. Formulare können auf der Cedies-Webseite bis zum 31. Oktober heruntergeladen werden. Sie müssen ausgefüllt bis zum 30. November abgeschickt werden. Grenzgänger müssen dabei beweisen, dass ihre Kinder nicht eine ähnliche Studienhilfe in ihrem Heimatland beziehen.

Dabei muss ein negativer Bescheid der im entsprechenden Land zuständigen Behörden vorgelegt werden. Derweil empfiehlt die EWIV allen Grenzgängern die Anträge für Studienbeihilfen einzureichen, egal ob sie fünf Jahre oder weniger in Luxemburg gearbeitet haben.

(L'essentiel Online/Patrick Théry)

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