Coronavirus in Luxemburg

19. November 2020 06:57; Akt: 19.11.2020 07:03 Print

Der Lockdown am Montag scheint unvermeidbar

LUXEMBURG – Das Virus hat gelehrt, dass sich neue Maßnahmen erst nach frühestens einer Woche positiv auf die Lage auswirken. Außerdem sind die Neuinfektionen nach wie vor hoch.

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Die Gastromonie wird dem Lockdown wohl kaum entgehen können. (Bild: DPA)

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Müssen Kneipen, Cafés und Restaurants am Montag wieder schließen? Darf man ab dem Tag nur noch zwei Personen aus einem Haushalt zu sich nach Hause einladen? Premierminister Xavier Bettel (DP) und Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) erklärten im Rahmen ihres Pressebriefings am Dienstag, dass die neuen Restriktionen nicht zwangsläufig kommen. Die Regierung wolle die Lage in der restlichen Woche beobachten und sich dazu entscheiden – sollten die Neuinfektionen im Wochendurchschnitt nicht unter die Marke von 500 fallen.

Das Problem daran: Bisher wirkten sich neu ergriffene Maßnahmen erst nach ein bis zwei Wochen auf die Infektionslage aus. Die Inkubationszeit des Virus wird es wohl schlichtweg nicht zulassen, dass die Kurve in einer solch kurzen Zeit unter besagte Marke gedrückt wird. Am Verlauf der Kurve wird in der restlichen Woche also kaum noch etwas zu ändern sein. Erschwerend kommt hinzu, dass am Mittwoch 891 Neuinfektionen gemeldet wurden – ein neuer Rekordwert.

« Wir werden nächste Woche keine 200 Fälle haben »

«Von diesem Standpunkt aus betrachtet, sind die neuen Maßnahmen bereits beschlossene Sache. Die Situation in dieser Woche ist ähnlich wie die in der vergangenen Woche», räumt auch Paul Wilmes, der Sprecher der Covid-Taskforce ein. Er erklärt, dass sich die Zahl der Neuansteckungen derzeit auf einem Hochplateau befindet: «In der vergangenen Woche hatten wir durchschnittlich 678 neue Fälle pro Tag, in der Woche davor etwa 800.

Auch wenn das ein bemerkenswerter Rückgang sei, «wird diese Dynamik kaum ausreichen», sagt er. Das Land brauche nun klarere Regeln. Wilmes wird deutlich: «Wir werden nächste Woche keine 200 Fälle haben, und wir können in den sechs Wochen vor Weihnachten nicht so weitermachen wie bisher.»

Bettel und Lenert verkündeten im Pressebriefing, dass die neuen Maßnahmen zunächst bis zum 15. Dezember gelten sollen. Bis dahin muss die Zahl der Neuinfektionen signifikant gedrückt werden. An den Festtagen kommt es aller Wahrscheinlichkeit nach zu vielen Kontakten. Ist das Virus dann immer noch genauso weit verbreitet wie heute, droht in der Folge nicht nur die Zahl der Neuinfektionen zu explodieren – es würden wohl auch die Kapazitätsgrenzen in den Krankenhäusern überschritten.

(Nicolas Martin/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • GeraBo am 19.11.2020 10:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also,elomol un all déi ,di méngen hei hiiren Gehierlosen Kommentar ofzegin ze mussen. Dier Schlaumeier wësst dach ganzgenee,dass dRegierung déssidéieren kannwat se wëll,et ass nie gut a richteg,fir verschidden Leit. Wann dier all mol mam Virus an d'Clinique musst,dann sin ech iwwerzeecht,dass dier äer Meenung iwwert äere Sennlosen Kommentar ännert. Wann bei 600.000 Awunner,20% et net färdech bréngen sech un de minimum vun den réstrictionen ze haalen an jhust domm sabbelen,dann kommen déi zuelen eraus déi mir all Daag liesen. Et läit net un der Regierung,mee et läit nëmmen an nëmmen un all eenzelen Bieger respekt een zum aaneren ze hun.

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  • ech si besuergt am 19.11.2020 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    Normal dass eis Artisten rem mussen zou maan. As awer net d'Schold vum Vollék mee vun der Politik. Eis Kliniken ware schon iwerfuerdert viru Corona. Do huet ee scho missen en halwen Dag an der Urgence warden. Eist Gesondheetssystem steet net sou super do wéi d'Paulette eis dat wëll weismaan. Wann ee kuckt dass just een Drëttel vun den Intensivbetter mat Covid-Patiente beluecht sin, an domat schon d'halschent vun der Kapazitéit ereecht as....jo da vill Spaass. Iwerall as an Europa um Gesondheetssystem gespuert gin. Dat hu mer lo dovun.

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  • M. K am 19.11.2020 07:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mir maachen een "komma" deteschend, dann sin mer gutt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Blinde erkennen, was hier abgeht am 20.11.2020 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    Redaktion, keinen Mumm oder politische Anweisung.

  • anna hovregouhn assafatta am 20.11.2020 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    Le Grand-Duc attendu en Inde pour 2021... Au cours d'un entretien avec Xavier Bettel, jeudi, le Premier ministre indien a renouvelé son invitation au chef de l'Etat luxembourgeois...

  • Marc Mangen am 20.11.2020 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    Neue Fälle? Ist das jetzt positiv getestet oder richtig krank? Kommunikation geht anders.

  • ech64 am 20.11.2020 08:44 Report Diesen Beitrag melden

    Datt as schold vun denen puer prozent Leit dei mengen si missten sech un keng Regelen haalen ,ansonsten wier et net esou weit komm.Politik huet hust just erem den Fehler gemeet ze laang gewaart ze hun mat Mesuuren an et verpasst vill vill mei Kontrollen ze machen.

  • Aarbechtsdeier am 20.11.2020 01:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Julie stimmt unsere Regierung ist überfordert aber Die Regierungen der anderen Europäischen Mitgliedsstaaten ebenfalls