Justiz in Luxemburg

20. Januar 2021 10:14; Akt: 20.01.2021 10:53 Print

Der Mordfall Ana Lopes geht in Berufung

LUXEMBURG – Der Angeklagte Ex-Freund von Ana Lopes hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Zuvor hatte ein Gericht den Mann wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

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Das Berufungsgericht entscheidet über das Urteil im Mordfall Ana Lopes. (Bild: Editpress/Fabrizio Pizzolante)

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Der Mordfall Ana Lopes ist vorläufig noch nicht abgeschlossen. Marco B. hat gegen das in der vergangenen Woche gesprochene Urteil Berufung eingelegt, das bestätigte sein Anwalt Gennaro Pietropaolo gegenüber L'essentiel. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass B. seine Ex-Freundin Ana Lopes im Jahr 2017 ermordet hat und verurteilte ihn zu einer lebenslangen Haftstrafe wegen Mordes. Der Fall wird also demnächst das Berufungsgericht beschäftigen, einen genauen Termin konnte die Justizverwaltung gegenüber unserer Zeitung allerdings noch nicht nennen.

Der ehemalige Lebensgefährte der jungen Frau war der einzige Angeklagte in dem Prozess um ihren Tod. Seine Verteidigung kritisierte den Mangel an materiellen Beweisen in dem Fall und stellte neue Beweisanträge auf Basis von DNA-Spuren. Es habe am Tatort zwar Spuren seiner DNA gegeben, diese können aber genauso vom gemeinsamen Sohn von B. und Lopes stammen, argumentiert die Verteidigung. Das Kind war zum Tatzeitpunkt 22 Monate alt.

Sollte das erstinstanzliche Urteil der Berufung des Angeklagten standhalten, müsste B. mindestens für 15 Jahre ins Gefängnis. Erst nach Ablauf dieser Mindesthaftdauer kann B. einen Antrag auf Haftentlassung stellen. Die Justiz müsste dann aufgrund seines Verhaltens im Gefängnis und einer Prognose über seine Rehabilitationsfähigkeit entscheiden, ob er entlassen werden kann.

(jg/L'essentiel)

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