Luxemburg

08. Oktober 2019 11:28; Akt: 09.10.2019 10:28 Print

Der Norden darf nun mehr in den blauen Sack werfen

LUXEMBURG - Im Großherzogtum soll und muss die Recyclingquote gesteigert werden. Im Norden des Landes dürfen deshalb nun mehr Abfallarten im blauen Sack landen.

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Auch Joghurtbecher und weitere Plastikverpackungen können in einigen Kommunen in den blauen Sack. (Bild: Mapodile)

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In den Gemeinden Differdingen, Helperknapp und Bad Mondorf leben insgesamt 36.310 Menschen. Der Müll, den sie seit März dieses Jahres produzieren, stand beim Umweltministerium unter besonderer Beobachtung: Den Bürgern der drei Gemeinden ist es seitdem gestattet, zusätzliche Abfallarten über den blauen Sack zu entsorgen, nämlich Plastikfolien und -tüten sowie Plastiktöpfchen, -becher und -schalen.

Dieses Pilotprojekt ist nach Ansicht des Recyclingverbandes Valorlux ein voller Erfolg. In den drei Gemeinden wurden 15,9 Prozent mehr Verpackungen gesammelt und 24,7 Prozent weniger Restmüll produziert. «Exzellente Zahlen», wie Claude Turping, Direktor der Organisation, sagt. Nicht nur aufgrund einer Entscheidung des Umweltministeriums, sondern auch, weil aus der Bevölkerung eine große Nachfrage bestand, wurde diese Änderung am blauen Sack nun ausgeweitet.

EU fordert 60 Prozent für 2030

Seit Anfang Oktober dürfen auch die 46 Gemeinden im Norden des Landes, die im Zuständigkeitsbereich des interkommunalen Verbandes Sidec liegen, ihre Joghurtbecher und Frischhaltefolien in den blauen Sack werfen. «Die Bürger, die in diesen Gemeinden wohnen, werden derzeit durch Briefe und über weitere Kanäle über die Neuerung informiert», sagt Valorlux-Präsident Max Weber im Gespräch mit L'essentiel.

Ob die Änderung auf das ganze Land übertragen wird, muss das Umweltministerium noch entscheiden. Valorlux hat im Juli eine entsprechende Anfrage gestellt. «Ich denke, dass es so kommen muss. Der Bürger kann so viel einfacher seine Verpackungen recyclen, außerdem hilft es uns enorm, die von der EU verlangte Quote von 55 Prozent im Jahr 2030 zu erreichen», fährt Weber fort. Derzeit erhalten etwa 49 Prozent der Abfälle in Luxemburg ein zweites Leben durch Recycling.

(Sebastian Weisbrodt/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heini am 08.10.2019 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Plastikgartenmöbel werden noch immer als Sperrmüll betrachtet.Genau so Plastik Fussbodenbelag.Das sind Tonnen an Plastik. Die Verpackungsindustrie hat sich noch nicht geändert.Mogelpackungen sieht man immer mehr.Da ist noch Luft nach oben um was zu unternehmen.

  • Guy Michels am 08.10.2019 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    Müll trennen, Müll bezahlen. Warum wird der Endverbraucher immer zur Kasse gebeten. Warum geht man das Geld nicht da suchen, wo der Müll entsteht? Muss denn alles in Plastik doppelt und dreifach verpackt werden ? Kann man Unternehmen finanziell fördern, um die Waren anders zu verpacken? Den Müll an der Quelle vermeiden ist doch die Herausforderung der nächsten Jahre.

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  • Dauert Laang am 08.10.2019 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    schon 6 Joër gréngen Terror, mee daat klappt nach ëmmer nët , wéi ët soll ! An d'Täsche gréifen; daat geet dofir vill mi séier ....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • kaa am 08.10.2019 15:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nach nie ass et an de supermarchéen esouvill plastik verpackten Uebst a Geméis gin! plastik Schuelen fir Fleesch, usw usw. Firwat? Vläicht fir Personal beim Ofweien ze spuren? Plastik Lobby ze bedingen. Baier, Monsanto, etc ?

  • Team Valor am 08.10.2019 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    Ma et geing heich Zait ginn! Hun dat nie verstaanen wisou dei bloo nemmen fir eng bestemmten Zort vun Plastik ass an aner Gemengen Vlaorluxtuuten an aneren Farwen haaten wou een aneren Plastik konnt dran machen. Recycling kann einfach sin. Dopfir endlech all Plastik an eng Valorluxtuut! Am Beschten wier et natierklech sou mann wei meiglech dees Knascht ze produzeieren.

    • Heng am 08.10.2019 16:11 Report Diesen Beitrag melden

      An hernot get alles zesummegepresst a geschreddert.

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  • Dauert Laang am 08.10.2019 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    schon 6 Joër gréngen Terror, mee daat klappt nach ëmmer nët , wéi ët soll ! An d'Täsche gréifen; daat geet dofir vill mi séier ....

    • Bubi am 08.10.2019 16:12 Report Diesen Beitrag melden

      Greng ass deier. Ganz deier.

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  • Guy Michels am 08.10.2019 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    Müll trennen, Müll bezahlen. Warum wird der Endverbraucher immer zur Kasse gebeten. Warum geht man das Geld nicht da suchen, wo der Müll entsteht? Muss denn alles in Plastik doppelt und dreifach verpackt werden ? Kann man Unternehmen finanziell fördern, um die Waren anders zu verpacken? Den Müll an der Quelle vermeiden ist doch die Herausforderung der nächsten Jahre.

    • Plastik Bert am 08.10.2019 16:14 Report Diesen Beitrag melden

      Weil wir sehr viele in Plastik verpackte Waren aus dem Ausland erhalten, müssten unsere Minister mal bei der EU Anfragen stellen.

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  • Heini am 08.10.2019 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Plastikgartenmöbel werden noch immer als Sperrmüll betrachtet.Genau so Plastik Fussbodenbelag.Das sind Tonnen an Plastik. Die Verpackungsindustrie hat sich noch nicht geändert.Mogelpackungen sieht man immer mehr.Da ist noch Luft nach oben um was zu unternehmen.