Notlandung in Findel

30. August 2017 13:42; Akt: 30.08.2017 14:07 Print

«Der Pilot hat die Situation sehr gut gemeistert»

LUXEMBURG - Weil ein Kleinflugzeug notlanden musste, war der Betrieb am Airport Findel Dienstagnacht komplett lahmgelegt. Die Verantwortlichen liefern Erklärungen.

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Die Piper-Maschine musste wegen eines Stromausfalls an Bord notlanden.

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Die luxemburgische Luftfahrtverwaltung (ANA) hat sich am Mittwoch ausführlich zum gestrigen Zwischenfall am Flughafen Findel geäußert. «Es begann um 21:30 Uhr. Ein privates Kleinflugzeug musste notlanden, woraufhin die Start- und Landepiste umgehend geschlossen wurde», sagte Hierry Hirtz, Quality Manager und Verantwortlicher für Flugsicherheit in der ANA. «In der Maschine vom Typ Piper fiel die Elektronik aus, die Kommunikation mit dem Tower funktionierte nicht mehr. Das Flugzeug setzte ohne Lichter auf und kam entlang der Piste zum Stehen.»

Oberste Priorität nach der Notlandung war es, sich um den Piloten zu kümmern. Der Mann blieb bei dem Vorfall zum Glück unverletzt. «Man muss betonen, dass der Pilot die Situation sehr gut gemeistert hat. Er konnte so einen Crash mit noch schlimmeren Folgen vermeiden.»

Besuch von Emmanuel Macron

«Nachdem das Rollfeld gesperrt war, bemühten wir uns, den Betrieb schnell wiederherzustellen und das Flugzeug zu bergen», sagt Hirtz. «Die Feuerwehr hat ihr Maximum getan, um das Flugzeug, das über kein Fahrwerk mehr verfügte, hochzuheben. Sie mussten Hebekissen benutzen. All das musste mit größter Vorsicht geschehen, um das Flugzeug nicht zu beschädigen.»

Gleichzeitig musste die Flughafenverwaltung sicherstellen, dass das Flugzeug des französischen Präsidenten Emmanuel Macron ohne Probleme abheben konnte. Macron hatte am Dienstagabend einen Staatsbesuch in Luxemburg absolviert und musste zurück nach Paris. Sein Flugzeug hob um 23:53 Uhr vom Findel ab. «Das war ein Element, dass wir in Betracht gezogen haben, aber der Umstand, dass das Flugzeug so schnell wie möglich und unter Wahrung der Sicherheitsvorkehrungen starten konnte, hat dazu geführt, dass der Ablauf der Rettungs- und Bergungsarbeiten optimal verlaufen konnte.»

«Wir können uns immer verbessern»

Die Landebahn konnte schließlich um 1.45 Uhr wieder geöffnet werden, um während der Nacht ein Maximum an Passagieren an ihrem endgültigen Reiseziel ankommen zu lassen. «Solche Vorfälle können alle zwei Jahre vorkommen, daher ist es wichtig, über entsprechende Notfall- und Betriebspläne zu verfügen, um die Abläufe zu verinnerlichen.» Hirtz resümiert: «Wir können immer versuchen, noch besser zu agieren. Das werden wir in Zukunft auch machen.»

(Frédéric Lambert/MC/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Walfried Meyer, Bremen, ehem. PPL-Lehrer am 31.08.2017 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    Die im Bild gezeigte Piper hat ein starres Fahrwerk, dies hat der Pilot gecrasht? Kann ich nicht glauben. Es muss sich meiner Meinung nach um einen anderen Typ Piper gehandelt haben, einen mit Einziehfahrwerk. Letzteres konnte dann wg. des Stromausfalls nicht ausgefahren werden.

  • DSD Detektiv SYSTEM Detektei® GmbH am 31.08.2017 17:26 Report Diesen Beitrag melden

    Wir fliegen als deutsche Wirtschaftsdetektei mehrmals im Jahr vom Flughafen Frankfurt-Egelsbach (EDFE) kommend Findel (ELLX ) an. Es kann von unserer Seite nur bestätigt werden, in puncto Professionalität und Service-Güte nimmt der Flughafen Luxemburg eine exponierte Stellung ein - super. Respekt an den Piper-Piloten, der in dieser Luftnotlage alles richtig gemacht hat. Freundliche Grüße, DSD Detektiv SYSTEM Detektei® GmbH

  • H. L. am 30.08.2017 17:46 Report Diesen Beitrag melden

    Ein dringender Verbesserungsvorschlag: Organisieren Sie nicht nur Busse, die zu den Parkplätzen fahren, sondern auch einen nächtlichen Ersatz für die Buslinien, die in die Stadt fahren. Es hat mehr als eine Stunde gedauert (und war für die Taxis ein schönes Geschäft), alle gestrandeten Passagiere auch wirklich vom Airport wegzubringen. Und natürlich gab's keinerlei Kommunikation dazu.

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  • DSD Detektiv SYSTEM Detektei® GmbH am 31.08.2017 17:26 Report Diesen Beitrag melden

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  • Walfried Meyer, Bremen, ehem. PPL-Lehrer am 31.08.2017 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    Die im Bild gezeigte Piper hat ein starres Fahrwerk, dies hat der Pilot gecrasht? Kann ich nicht glauben. Es muss sich meiner Meinung nach um einen anderen Typ Piper gehandelt haben, einen mit Einziehfahrwerk. Letzteres konnte dann wg. des Stromausfalls nicht ausgefahren werden.

  • H. L. am 30.08.2017 17:46 Report Diesen Beitrag melden

    Ein dringender Verbesserungsvorschlag: Organisieren Sie nicht nur Busse, die zu den Parkplätzen fahren, sondern auch einen nächtlichen Ersatz für die Buslinien, die in die Stadt fahren. Es hat mehr als eine Stunde gedauert (und war für die Taxis ein schönes Geschäft), alle gestrandeten Passagiere auch wirklich vom Airport wegzubringen. Und natürlich gab's keinerlei Kommunikation dazu.