Anti-Salvini-Bewegung

14. Januar 2020 14:45; Akt: 14.01.2020 14:45 Print

Der «Sardinen»-​​Schwarm strömt nach Luxemburg

LUXEMBURG – Italiener aus Luxemburg organisieren an diesem Sonntag eine Demonstration in der Hauptstadt nach dem Vorbild der anti-populistischen Kundgebungen in Italien.

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Von Bologna aus hat sich die «Sardinen»-Bewegung erst über ganz Italien und schließlich auch über die Landesgrenzen hinaus verbreitet. Für diesen Sonntag sind Kundgebungen in Barcelona, München und Luxemburg angekündigt. «Ein Stück Italien ist auch in Luxemburg», sagt Roberto Serra, einer der Initiatoren der Veranstaltung im Großherzogtum. «Mit einem anderen Freund, Antonio Libonati, beschlossen wir, dass wir auch hier etwas unternehmen sollten», sagte er.

Die Bewegung entstand als Antwort auf die Politik des damaligen Innenministers Matteo Salvini, dessen rechtsextreme Partei bei den Regionalwahlen in der Emilia-Romagna am 26. Januar um den Sieg kämpft. «Wir dürfen diese kulturelle und moralische Abwanderung dieses Landes (Italien), in dem der Einwanderer der Sündenbock ist, nicht akzeptieren», protestiert Roberto Serra, ein Italiener, der seit 19 Jahren in Luxemburg lebt. «Wir müssen der Welt sagen, dass es ein anderes Italien gibt, das eine andere Politik will. Nicht alles ist die Schuld des Einwanderers. Für uns ist der Feind derjenige, der die Verfassung nicht respektiert, das ist Verbrechen, Populismus...»

Die Italiener im Land und auch alle anderen können am Sonntag um 14 Uhr an der Place Clairefontaine in der Hauptstadt ein Teil der «Sardinen»-Bewegung werden. Das Symbol wurde gewählt, «weil die ursprüngliche Idee war, sich wie Sardinen aneinander zu kuscheln. Die Sardinen drängen sich zusammen, um den Raum zu füllen und ihren Widerstand gegen den Hass und die Gewalt, die durch die sozialen Medien verbreitet werden, zum Ausdruck zu bringen. Jeder kann Teil der Bewegung gegen Salvini sein, der das politische Leben unseres Landes vergiftet hat».

(jw/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kaa am 14.01.2020 16:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Als citoyen vun engem klenge Land watt an der Mett vun Nopeschlänner läit wou d‘extreme droite sech emmer méi breet mecht, kann een deen Mouvement nemmen ennerstetzen. Klenge Bléck an d’Geschichtsbuch...

  • forrest.gump.love am 14.01.2020 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    Lepidepecreum_longicorni Spot_shrimp_(Pandalus_platyceros)

  • pitti am 14.01.2020 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Wir sind hier nicht Italien.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • kaa am 14.01.2020 16:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Als citoyen vun engem klenge Land watt an der Mett vun Nopeschlänner läit wou d‘extreme droite sech emmer méi breet mecht, kann een deen Mouvement nemmen ennerstetzen. Klenge Bléck an d’Geschichtsbuch...

  • forrest.gump.love am 14.01.2020 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    Lepidepecreum_longicorni Spot_shrimp_(Pandalus_platyceros)

  • Kritiker am 14.01.2020 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    Alles auf Steuerzahlerskosten!!!

  • pitti am 14.01.2020 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Wir sind hier nicht Italien.

    • @pitti am 14.01.2020 16:04 Report Diesen Beitrag melden

      Was für ein geistreicher Kommentar.

    • svendorca am 14.01.2020 17:29 Report Diesen Beitrag melden

      Rechte Populisten gibts hier trotzdem, siehe ADR.

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