Demo gegen Stipendienreform

05. Mai 2014 21:17; Akt: 05.05.2014 21:52 Print

«Der Streik war erst der Anfang»

LUXEMBURG - Die Initiatoren des Schüler- und Studentenstreiks am 25. April haben am Montag die Bilanz der Demo gezogen. Sie fordern nun eine öffentliche Debatte.

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Knapp eine Woche nach dem Studenten- und Schülerstreik in Luxemburg-Stadt haben die Veranstalter in der ersten Informationsversammlung am Montag über die weiteren Schritte diskutiert. «Das Thema beschäftigt weiterhin viele Jugendliche. Wir wollen neben dem Dialog mit den PolitikerInnnen den Druck weiterhin hoch halten und planen weitere Aktionen. Der Streik war erst der Anfang», teilte das Aktionskomitee 6670 in einer Pressemitteilung am Montagabend mit.

Das Komitee bedauerte, dass Hoschulminister Claude Meisch (DP) bisher noch nicht auf den ihm unterbreiteten Vorschlag, eine öffentliche Debatte zu initiieren, geantwortet habe. Meisch sagte am 25. April, er verstehe die Demo als «klares Signal». «Die Demonstration fand breiten Zuspruch. Ich bin zufrieden, dass sich junge Leute engagieren und zeigen, dass die Veränderungen ihnen nicht gleichgültig sind», sagte der Minister damals auf Anfrage von «L'essentiel». Außerdem zeigte er sich offen für Gespräche und eine «qualitative» Vebesserung der Reform.

«Offen für faire Verhandlungen»

Dem Streikomitee gehen diese Aussagen jedoch nicht weit genug: «Die Regierung hält stramm an ihren ursprünglichen Plänen fest und will nichts Substanzielles am Gesetz ändern», so das Komittee weiter. Die Organisatoren des Streiks wollen deswegen eine öffentliche Debatte anregen, «damit sich Minister Meisch nicht weiterhin in Schein-Verhandlungen flüchten kann», hieß es weiter.

Das Streikkomitee zeigte sich in seinem Schreiben offen für «faire Verhandlungen» und kritisierte die derzeit wegen der Europawahlen aufgestellten Wahlplakate der DP und der déi gréng: «DP und déi Gréng inszenieren sich auf ihren Wahlplakaten als diejenigen, die sich um die Zukunft der Jugend sorgen und ihr Perspektiven schaffen möchten. Parallel ignorieren sie gerade 17’000 junge Menschen, die selbst für ihre Zukunft auf die Straße gegangen sind und bereit sind, selbst für bessere Perspektiven zu kämpfen. »

(L'essentiel)

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