In Luxemburg

29. November 2019 14:11; Akt: 29.11.2019 14:12 Print

Der Stress am Arbeitsplatz nimmt zu

LUXEMBURG – Erhöhtes Burnout-Risiko, Überstunden, Work-Life-Balance-Probleme... Das sind die Ergebnisse einer Studie über die Arbeitsbedingungen im Großherzogtum.

storybild

Nach Angaben der Luxemburger Arbeitnehmerkammer bleibe Stress und die mentale Anforderungen der Arbeit groß. (Bild: L'essentiel)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Arbeitnehmer im Großherzogtum sind im Großen und Ganzen zufrieden mit ihren Arbeitsbedingungen. Das ergab der 7. Quality of Work-Index, der am heutigen Freitag von der Arbeitnehmerkammer (CSL) veröffentlicht wurde. Seit 2014 ist die Lage konstant geblieben (55,4 von 100 Punkten im Jahr 2019). In Zusammenarbeit mit der Uni Luxemburg befragte die CSL insgesamt 1500 – sowohl in Luxemburg ansässige als auch grenzüberschreitende – Erwerbstätige über ihre Arbeitsbedingungen und Zufriedenheit am Arbeitsplatz.

Seit 2014 zeigen die Trends einen Rückgang der physischen Belastungen und der Unfall- und Verletzungsrisiken. Auch im Bereich Konflikt zeigt die Studie, dass Mobbing und Wettbewerb abnehmen. Dennoch bleiben Stress und die mentale Anforderungen der Arbeit groß – letztere sei sogar seit 2016 um elf Prozent gestiegen.

Bis zu fünf Überstunden pro Woche

Die CSL deutet darauf hin, dass der Stress «in nächster Zeit nicht abnehmen wird». Das Burnout-Risiko würde sogar steigen (+18 Prozent seit der letzten Umfrage vor sechs Jahren). Besonders prägnant ist das Problem der Work-Life-Balance. 43 Prozent der Befragten gaben an, in diesem Bereich zumindest teilweise Probleme zu haben – gegenüber 30 Prozent im Jahr 2014.

Die tatsächliche Wochenarbeitszeit liegt immer höher als im Arbeitsvertrag vereinbart. Während bei Männern die tatsächliche wöchentliche Arbeitszeit im Durchschnitt bei 42,8 (gegenüber 39,3 vertraglich vereinbarten) Stunden liegt, steht sie bei Frauen bei 37,4 (gegenüber 35,4).

Laut Studie machen 46 Prozent der Befragten Überstunden. 27 Prozent geben an, bis zu fünf Stunden, und sieben Prozent sogar bis zu zehn Stunden pro Woche länger zu arbeiten. Begründet werden diese Überstunden hauptsächlich dadurch, dass «die Arbeit nicht innerhalb der im Vertrag vorgesehenen Stunden geleistet werden kann». Überstunden zur Gehaltserhöhungen käme nur bei wenigen in Frage.

Auch wenn 57 Prozent der Beschäftigten in Luxemburg mit ihren aktuellen Arbeitsbedingungen zufrieden sind, wünschen 35 Prozent sich, weniger zu arbeiten.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Niemand am 29.11.2019 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    Diese Umfrage entstand wohl irgendwo im Wald . . .

  • pat am 30.11.2019 20:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja der Stress beginnt schon morgens auf dem Weg zur Arbeit mit dem Verkehr ist aber für die Veranwortlichen anscheinend normal!

  • vorbeugend krank gemacht am 30.11.2019 06:37 Report Diesen Beitrag melden

    natürlich wirkt der Lohn bei mehr Stress u 11%ig gestiegenen mentalen Anforderungen der Arbeit sich nicht auf die Lohntüte aus ...wir wollen ja alle gern unsern Job behalten u so nehmen wir schön brav immer mehr Anforderungen u Stress auf uns für den gleichen Lohn, der von der EZB entwertet wird ...normal, dass das sich beim Staat mit +Einnahmen der tagtäglichimStaustehenden Grenzgänger niederschlägt, die von den Sklaventreibern bevorzugt werden, da sie gerne weite Strecken zurücklegen für unregelmässigflexible Arbeitszeiten u der Stress bereitet den Burnout vor, der ja keine Krankheit ist ...

Die neusten Leser-Kommentare

  • pat am 30.11.2019 20:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja der Stress beginnt schon morgens auf dem Weg zur Arbeit mit dem Verkehr ist aber für die Veranwortlichen anscheinend normal!

  • vorbeugend krank gemacht am 30.11.2019 06:37 Report Diesen Beitrag melden

    natürlich wirkt der Lohn bei mehr Stress u 11%ig gestiegenen mentalen Anforderungen der Arbeit sich nicht auf die Lohntüte aus ...wir wollen ja alle gern unsern Job behalten u so nehmen wir schön brav immer mehr Anforderungen u Stress auf uns für den gleichen Lohn, der von der EZB entwertet wird ...normal, dass das sich beim Staat mit +Einnahmen der tagtäglichimStaustehenden Grenzgänger niederschlägt, die von den Sklaventreibern bevorzugt werden, da sie gerne weite Strecken zurücklegen für unregelmässigflexible Arbeitszeiten u der Stress bereitet den Burnout vor, der ja keine Krankheit ist ...

  • Niemand am 29.11.2019 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    Diese Umfrage entstand wohl irgendwo im Wald . . .