Coronavirus in Luxemburg

28. Juli 2020 07:05; Akt: 28.07.2020 07:09 Print

Die Altenheime stemmen sich gegen das Virus

LUXEMBURG – Die Seniorenheime im Großherzogtum kämpfen mit strikten Regeln gegen die Ausbreitung des Coronavirus in ihren Häusern, ganz verhindern lässt es sich jedoch nicht.

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Die Corona-Fälle in Pflegeheimen sind nach wie vor überschaubar.

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Die schlechte Nachricht kam am Montag. Eine Bewohnerin eines von Servior betriebenen Pflegeheimes wurde positiv auf Corona getestet. Der Test bestätigte den Verdacht, den die Dame hatte bereits Symptome. Die Angehörigen wurden eine Stunde später über das Ergebnis informiert.

Die Alten- und Pflegeheime des Landes bleiben von Infektionen nicht verschont. Um die Bewohner zu schützen, halten sich die Betreiber an strikte Regeln. Deshalb sei die Prävalenz der Fälle unter den Bewohnern geringer als in der allgemeinen Bevölkerung. «Was für die erste Welle galt, das gilt immer noch. Der neuerliche Aufschwung der Infektionen hat unsere Wachsamkeit allerdings erhöht.», sagt Nathalie Hanck, die Sprecherin von Servior.

Zehn Demenzkranke infiziert

In der betroffenen Einrichtung sind Besuche weiterhin gestattet. Allerdings bittet Servior die Angehörigen der betroffenen Person, die Besuche vorerst einzuschränken. «Die Dame wurde im Krankenhaus positiv getestet und nicht im Heim. Es ist möglich, dass es keinen anderen Fall im Haus gibt. Dennoch testen wir die Bewohner und das Personal, die mit der Frau in Kontakt waren.»

In einem Demenzzentrum von Servior habe man inzwischen Besuche allerdings wieder ausgesetzt. Hier sind zehn Bewohner an Covid-19 erkrankt. «Die Infektion wurde durch einen infizierten Verwandten eingeschleppt, der von seiner Infektion nichts wusste.», erklärt Hanck zu den Hintergründen. Mitarbeiter, die mit den Betroffenen in Kontakt gekommen sind, haben sich vorsorglich in Quarantäne begeben. Eine Situation, die in den Heimen nicht fremd ist, unabhängig von Corona. «Unsere Bewohner sind sehr anfällig, wir können es uns nicht erlauben, dass unsere Mitarbeiter krank zur Arbeit kommen», erläutert die Servior-Sprecherin.

(sg/L'essentiel)

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