In Luxemburg

28. Februar 2020 11:28; Akt: 28.02.2020 15:30 Print

«Die Autofahrer werden vom Staat gemolken»

LUXEMBURG – Der Automobilclub und der Verbraucherschutz des Großherzogtums haben die Maßnahmen der Regierung zum Klimaschutz scharf kritisiert.

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ACL-Direktor Jean-Claude Juchem hält nicht viel vom Klimapakt der Regierung. (Bild: Editpress/Didier Sylvestre)

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Der Luxemburger Automobilclub und die Verbraucherschützer der ULC gehen gegen die geplanten Erhöhungen der Kfz-Steuer und der Abgaben auf Diesel und Benzin auf die Barrikaden. «Die Regierung behauptet, dass die CO2-Emissionen dadurch abnehmen. Das ist nicht der Fall. Diese Steuern dienen nicht dem Klimaschutz, sondern nur dazu, mehr Geld in die Staatskassen zu spülen», sagt ACL-Direktor Jean-Claude Juchem.

Seiner Meinung nach würden «die Autofahrer vom Staat gemolken». Eine Ansicht, die die ULC teilt. «Die Leute sollen zahlen, ohne eine Gegenleistung zu bekommen», beanstandet Guy Goedert, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins. Diese Politik diene nur dazu, Schuldgefühle zu erzeugen. «Die Menschen sind nach wie vor auf das Auto angewiesen. Das Angebot an öffentlichen Verkehrsmittel ist nicht auf dem neuesten Stand.»

Um die Anzahl der täglichen Autofahrten im Land zu reduzieren, setzt der ACL beim täglichen Weg zur Arbeit der Bürger und Grenzgänger an. Vor allem mehr Telearbeit und Car-Sharing könnten demnach für weniger Verkehr sorgen. Außerdem stelle das Leasing von Autos eine große Konkurrenz zum öffentlichen Verkehr dar. «Leider werden diese Optionen bisher nicht oder kaum berücksichtigt», sagt ACL-Präsident Yves Wagner: «Wir waren mit der Regierung in regem Austausch. Leider gehen die Ergebnisse bisher nicht in die von uns gewünschte Richtung.»

(th/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • alzheimer am 28.02.2020 13:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    de bausch bei deenen nächsten wahlen , net mir rëm wählen dan kan heen jo rëm bei dën CFL schaffen goen,heen bréicht jo do och keng tickeen mi ze knipsen.....

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  • Julien am 28.02.2020 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Die ganze Verkehrssitation ist auch dadurch entstanden, dass in Luxemburg sich keiner mehr eine Wohnung in der Nähe der Arbeitsplätze leisten kann. Weil einige wenige das Bauland monopolisiert haben ist der Normalverdiener gezwungen sich jenseits der Grenze niederzulassen. Da müsste der Hebel angesetzt werden, notfalls auch durch Enteignungsprozeduren.

  • Schikane & Abzocke am 28.02.2020 17:27 Report Diesen Beitrag melden

    ERST WENN der letzte Laden dicht gemacht hat, die letzten Touristen ausgeblieben sind und keiner mehr Grün wählt… wird man feststellen, dass Steuer-Abzocke, Schikanierungen Überwachungen und Verbote nicht der Wirtschaft förderlich sind und dass AUTOFAHRER AUCH WÄHLER SIND.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Claude am 01.03.2020 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    All dei vun deen den claude juchem erzielt gett et schon hun awer naischt bruecht. Nei Iddien gett et vun deenen 2 schainbar och keng also waider nom jetzegen Plang

  • Jack am 01.03.2020 15:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur die Autofahrer!

  • CNY am 01.03.2020 10:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tausende von Pendler, die früher den Bus nahmen bis in die Stadt, müssen jetzt auf dem Kirchberg umsteigen um für die letzten Kilometer die Tram und den Nahverkehr zu nehmen. Dafür wird genauso viel Zeit benötigt wie für die vorherigen 60 Kilometer. Logische Konsequenz: Tausende nehmen wieder den PKW. Ist das das tolle Verkehrskonzept? Solange man den Pendlern nicht wieder das alte Modell anbietet wird sich nichts verbessern.

    • Phil am 01.03.2020 17:49 Report Diesen Beitrag melden

      Das nennt sich politische Steuerung. Bausch muss ja seinen Tram rentabilisieren und die Zahlen schönigen. Das würde er nicht erreichen wenn die Busse aus der Periphärie auf dem direkten Weg in die Innenstadt (Aldringen) oder Gare Centrale fahren würden. Ergo, auf dem Kirchberg muss umgestiegen werden. Bausch muss neben anderen Sachen noch lernen, dass nur eine Direktverbindung auch als solches akzeptiert wird. Das ist für viele Pendler ein Grund weiterhin das Auto zu benutzen.

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  • charle eugenie am 01.03.2020 00:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    däiregt ass schon fir eis ungekönnegt

  • Paul am 29.02.2020 15:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gelder déie de Staat vun den auto fuhrer asaeckelt domader kann een hei am Sueden mol Strossen( besser Feldweer) an trei brëngen, et waer net vun domheet.. ???