Sterbehilfe

20. Januar 2020 12:12; Akt: 20.01.2020 12:57 Print

«Die Bürger unterstützen das Euthanasiegesetz»

LUXEMBURG – In zehn Jahren gab es in Luxemburg 71 Fälle von Sterbehilfe. Die Kontroll- und Evaluierungskommission zieht Bilanz.

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Lotty Prussen, Präsidentin der Nationalen Kommission für die Kontrolle und Bewertung des Gesetzes über Sterbehilfe, zieht Bilanz.

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Sterbehilfe und Beihilfe zur Selbsttötung sind in Luxemburg seit fast zehn Jahren legal. In dieser Zeit gab es 71 Menschen, die auf diese Art gestorben sind. «Dies entspricht etwa 0,27 Prozent aller Todesfälle», sagte Lotty Prussen am Montag. Sie ist Präsidentin der Nationalen Kommission für die Kontrolle und Bewertung des Gesetzes über Sterbehilfe und Beihilfe zur Selbsttötung. «Das ist eine ziemlich niedrige Quote. In Belgien liegt sie bei 1 bis 2 Prozent und in den Niederlanden bei 5 bis 6 Prozent.»

Am Montagmorgen zog die Kommission Bilanz zum Gesetz, das seit dem 16. März 2009 gilt. TNS/Ilres hatte dafür im vergangenen Herbst eine Umfrage unter 1006 Einwohnern durchgeführt. Das wichtigste Ergebnis: Das Gesetz findet viele Unterstützer. Die Befragten sprachen sich zu 85 Prozent dafür aus. 44 Prozent finden das Gesetz gut, weil es Leiden vermeiden kann. 36 Prozent stimmen ihm zu, weil sie finden, Patienten sollten selbst entscheiden können. 51 Prozent sprechen sich für eine Ausweitung des Gesetzes auf 16 bis 18-Jährige aus.

Mehr als ein Drittel fühlt sich nicht gut informiert

Der Tod ist ein Thema, das die Menschen in Luxemburg beschäftigt. 50 Prozent denken regelmäßig über den Tod ihrer Lieben nach, 44 Prozent über den Tod im Allgemeinen und 34 Prozent über ihren eigenen Tod. 20 Prozent diskutieren regelmäßig mit anderen Menschen über den Tod.

«Es brauche noch mehr Informationen, was die bestehende Gesetzgebung angeht, aber auch darüber, was man am Ende seines Lebens tun kann», sagte Lotty Prussen. Nur 36 Prozent der Befragten fühlen sich gut informiert. 79 Prozent halten es für wichtig, einen Arzt zu kennen, der bereit ist, Euthanasie durchzuführen. Und 78 Prozent wünschen sich eine spezielle Beratung, um über das Lebensende zu sprechen.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wernher am 20.01.2020 19:44 Report Diesen Beitrag melden

    Die Bürger schon, aber wie steht's mit den Ärzten?

  • FUCK De SYSTEM am 21.01.2020 06:58 Report Diesen Beitrag melden

    Skandaleis dass et esou eppes gëtt !!!!

  • jimbo am 20.01.2020 23:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    De Problem ass wei emmer dKierch dei hir Fangeren an deenen Themen huet...

Die neusten Leser-Kommentare

  • FUCK De SYSTEM am 21.01.2020 06:58 Report Diesen Beitrag melden

    Skandaleis dass et esou eppes gëtt !!!!

  • jimbo am 20.01.2020 23:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    De Problem ass wei emmer dKierch dei hir Fangeren an deenen Themen huet...

  • Wernher am 20.01.2020 19:44 Report Diesen Beitrag melden

    Die Bürger schon, aber wie steht's mit den Ärzten?