Grenzübertritt

07. Mai 2020 08:54; Akt: 07.05.2020 14:23 Print

Die Einreise nach Belgien kann teuer werden

LUXEMBURG – Die hohen Geldstrafen, die die belgische Polizei für Grenzübertritt verhängt, sorgen bei den Luxemburgern, die nahe der Grenze leben, für Unmut.

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Ein Ausflug nach Belgien kann zurzeit sehr teuer werden. (Bild: Editpress)

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In Luxemburg wurden zuletzt Menschen aus Belgien, die die Grenze zum Großherzogtum bei einem Waldspaziergang überquert hatten, von der Polizei verwarnt. Geldstrafen gab es, wenn sie in Luxemburg getankt haben oder ihre Einkäufe erledigten.

In umgekehrter Richtung seien die Strafen aber ungleich höher ausgefallen. «Man hat uns von Strafen in Höhe von bis zu 400 Euro erzählt. Das ist ziemlich teuer für ein Brot und ein paar Eier», sagt der DP-Abgeordnete André Bauler. Gemeinsam mit seinem Parteikollegen Gusty Grass baten sie den luxemburgischen Außenminister, Jean Asselborn, im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage Stellung zu dem Thema zu beziehen. Dieser erklärte, dass derartige Fälle keine Ausnahmen sind und betonte, dass die luxemburgische Regierung keine Kontrolle über die Strafen in Belgien hat.

Die belgische Polizei gab diesbezüglich keinen Kommentar ab. Sie erinnerte lediglich an die geltende belgische Ministerialverordnung. Nach diesem Erlass ist es Belgiern beispielsweise verboten, in Rombach-Martelingen ihre Besorgungen zu machen. André Bauler findet das absurd: «Die Menschen haben ihre Gewohnheiten. Welchen Sinn hat es, sie zu zwingen, kilometerweit zu fahren, um woanders einzukaufen». Es sei auch den Belgiern erlaubt, in Weiswampach zum Einkaufen anzuhalten, wenn sie in Luxemburg arbeiten.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • WhaleWhisperer am 07.05.2020 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    Man bedenke auch dass den Belgiern, Franzosen, Deutschen, in manchen Grenzregionen kaum eine andere Wahl bleibt als in Luxemburg einzukaufen oder zu tanken, weil aufgrand des Erfolgs des Luxemburger Handels in diesem Bereich, Geschäfte und Tankstellen in Grenznähe ausserhalb Luxemburgs schon vor Jahren schliessen mussten mangels Umsatz. Oder haben diese ausländischen Verkaufstellen etwa wieder geöffnet seit der Covid-Krise und den Grenzübertrittverboten??

  • JMJ am 07.05.2020 09:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich sage nur drei Wörter: „Europa, Schengen, Good-Bye! ”

  • O.EUBürger am 07.05.2020 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Da sehen wir wirklich wie es mit Europa steht, speziell in Krisen. In allen Ländern wurden beim Erlass der COVID19-Restriktionen nicht im geringsten die Grenzgänger berücksichtigt. Dabei geht es ja bekanntlich nicht nur um einige wenige. Wir wohnen z.B. in Frankreich und dürfen plötzlich zum Einkaufen, Tanken u. Arztbesuchen, etc. das Land nicht mehr verlassen. Anstatt nur wenige hundert Meter zum Einkaufen in kleinere Märkte nach Deutschland zu fahren, werden wir gezwungen uns zig Kilometer nach Frankreich rein zu begeben und uns in Mega-Supermärkten in Sachen Virus in Gefahr zu bringen!

Die neusten Leser-Kommentare

  • mer ginn fir domm gehalen am 08.05.2020 11:38 Report Diesen Beitrag melden

    Als éenzeg Leisung kann nemmen sinn eraus aus der BeNeLux an eraus aus der Regel dat nemmen Distributeuren aus der Belsch dierfen un Lëtzebuerg liweren. Wei oft kritt éen bei engem daitschen Produzent ze heieren, do musst der an d'Belsch dei d'Generalvertretung (mat säftegen Prozenter) fir Lëtzebuerg hunn. Aus desem Grong hunn ech eng daitsch Postadress an spueren 15-20 % beim Akaafen.

  • et ass esou leider am 08.05.2020 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    ass schon bessi traureg daat ganzt, Leit vun der Belge schaffen bei eis an fouren hin an hier an passen op sou wei mir och, wanns du zu Kenzeg wunns an emmer an der Cora Messancy gees wou ass do elo en Problem ( mask, Haenschen ) du firts durno jo direckt heem .. also waat leeft do schief .. en plus kennt BELGE Police an Gaichel tanken an daat ass dann total OK ??

  • Penelope Solet am 08.05.2020 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Da können wir mal sehen, dass uns "1940" bei der ganzen Diskussion nicht weiterbringt. Unser kleines Land braucht eine Strategie gegen die Isolation durch unzuverlässige Nachbarländer. Natürlich ist es doof, wenn die Geschäfte in Deutschland mit ihrer guten Qualität nicht mehr erreichbar sind und die Aufregung darüber ist verständlich. Doch ebenso fehlt die Einkaufsmöglichkeit in Belgien oder Frankreich. Die Verlängerung des französischen Grenzregimes ist m.E. eine Steilvorlage für Berlin.

  • lucia am 08.05.2020 08:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Äddi Europa an Schengen miir faalen nees 30 Joer zereck merci un Politiker dei daat esou weit kommen geloss hunn

  • kaa am 07.05.2020 21:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Klengenaalen Nö. sarkastesch, déif traureg :-)