Schulstreit

29. Januar 2015 10:53; Akt: 29.01.2015 11:06 Print

Die erste Protestwelle der Lehrer beginnt

LUXEMBURG – Drei Jahre Praktikum sind zu viel: Vertreter der Lehrergewerkschaft SEW-OGBL machen heute Abend ihrem Ärger über die Reformpläne in der Schule Luft.

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Ein Affront gegen Minister Meisch: Ein Ausschnitt des Flyers für die Protestaktion des SEW/OGBL auf Limpertsberg. (Bild: SEW/OGBL)

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An den Schulen in Luxemburg brodelt es weiter: Am Donnerstagabend findet um 19 Uhr im «Tramsschapp» auf Limpertsberg eine Protestaktion der Lehrergewerkschaft SEW-OGBL statt. Grund ist die ab 2016 geplante Ausweitung der Praktikumszeit für angehende Lehrer. Gewerkschaftsvertreter halten den dreijährigen «Stage» für unnötig, weil die Lehrer während ihres Studiums schon genug theoretische und praktische Kenntnisse erwerben würden.

Bildungsminister Meisch hatte im vergangenen November die geplanten Änderungen in der Lehrerausbildung vorgestellt. Die Praktikumszeit für Lehreranwärter soll künftig drei Jahre dauern. Auch das Auswahlverfahren für Grundschul- und Sekundarlehrer will Meisch einer Reform unterziehen. Zudem soll der wöchentliche Lehrauftrag für Grundschullehrer durch eine Überarbeitung des Stundenplans erhöht werden. Doch bei den Lehrervertretern beißt der Minister mit seinen Plänen bisher auf Granit.

Auch in der Sekundarschule gibt es Unmut, weil künftig gehaltene Stunden in den Abschlussklassen schlechter bezahlt werden sollen. Die Lehrer drohen nun, die Prüfungskommissionen zu boykottieren. Mittlerweile wurde ein Mediationsverfahren in der Sache eingeleitet.

(jt/L'essentiel)

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