In Luxemburg

28. Juni 2019 14:16; Akt: 28.06.2019 14:42 Print

«Die Gerichte müssen sich mit Duarte befassen»

LUXEMBURG – Jean Asselborn reagiert nach einem Interview mit dem in Luxemburg aufgewachsenen Dschihadisten Steve Duarte, der sich derzeit in Syrien in Gefangenschaft befindet.

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Was soll mit Steve Duarte geschehen? Der Portugiese, der im luxemburgischen Meispelt aufgewachsen ist, hatte sich 2014 dem IS angeschlossen, derzeit befindet er sich in einem kurdischen Militärlager in Syrien. In einem Interview, das er dem kurdischen Fernsehen aus der Haft heraus gab, äußerte der 30-Jährige den Wunsch, nach Luxemburg zurückzukehren, um hier vor Gericht gestellt zu werden.

Auf L'essentiel-Nachfrage zu seiner Haltung zu dem Thema antwortet Außenminister Jean Asselborn zurückhaltend. Der Fall sei «eine juristische und keine politische Angelegenheit», es sei nicht Aufgabe der Regierung, zur Arbeit der Justiz Stellung zu nehmen. Hierbei bezog sich Asselborn auf die Gewaltenteilung. «Die Staatsanwaltschaft hat ein internationales Rechtshilfeersuchen gestellt. Wir müssen jetzt abwarten», argumentiert der Minister und fügt hinzu, dass «es nicht genug sei, sich zu einem ‹Fehler› zu bekennen, damit alles auf einmal erledigt ist.»

«Er hat keine luxemburgische Staatsangehörigkeit»

Ein weiterer Punkt, den Asselborn anführt, ist der der Nationalität Duartes, der Portugiese ist: «Er ist zwar in Luxemburg aufgewachsen, aber er hat keine luxemburgische Staatsangehörigkeit.»

Die Rückkehr der westlichen IS-Kämpfer löst in vielen europäischen Ländern eine Debatte aus, insbesondere was die drohenden Todesurteile in Syrien und im Irak für die inhaftierten Terroristen anbelangt. «In Luxemburg gibt es nur diesen einen Fall. Das bedeutet jedoch nicht, dass uns das Thema nicht betrifft», schließt Asselborn.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dimitrij am 29.06.2019 02:23 Report Diesen Beitrag melden

    En wollt jo dohin dann soll en och elo do bleiwen.Fir d'éischt den Haarden markéieren wëllen an dann Mimimi.En huet jo do ënnen Leit regelrecht ofgeschluecht,dann soll en sech och do veräntweren.

  • der Anton vom Hof am 29.06.2019 16:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wäre der arme Kerl auch so reumütig und einsichtig wenn der IS immer noch herumtoben könnte?

    einklappen einklappen
  • Gunner am 28.06.2019 21:10 Report Diesen Beitrag melden

    Dat bas keen Letzebuerger!

Die neusten Leser-Kommentare

  • der Anton vom Hof am 29.06.2019 16:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wäre der arme Kerl auch so reumütig und einsichtig wenn der IS immer noch herumtoben könnte?

    • Dimitrij am 02.07.2019 01:29 Report Diesen Beitrag melden

      100% Nicht

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  • Barbara S. am 29.06.2019 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    Laßt ihn wo er ist. Kein Luxemburger, also brauchen wir keine Kriminellen zu importieren und da er seine Verbrechen im in Syrien begangen hat, soll er auch dort verurteilt werden. Vielleicht öffnet das ja einigen Idioten die Augen.

  • Dudabo am 29.06.2019 13:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie das Fähnchen im Winde. Mir brauchen e secher net méi.

  • eieiei am 29.06.2019 08:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    dofir gin suen raus geheit , wat kast dat net alles , dat get errëm op eis steierkeschten , heen wollt goen , heen ass gang , heen soll dobleiwen ,et ass een erwuessenen mensch an huet eng entscheedung gefällt , dann musd heen och seng verantwortung huelen als erwuessenen mensch......de prisong hei ass ee 5 stären hotel , dohannen ass et dat net do ass et e kerker wei am mëttelalter , heen soll do bleiwen . an nodenken wat heen gemeed huet.......

  • Dimitrij am 29.06.2019 02:23 Report Diesen Beitrag melden

    En wollt jo dohin dann soll en och elo do bleiwen.Fir d'éischt den Haarden markéieren wëllen an dann Mimimi.En huet jo do ënnen Leit regelrecht ofgeschluecht,dann soll en sech och do veräntweren.