Wohnen in Luxemburg

03. Dezember 2021 07:55; Akt: 03.12.2021 08:12 Print

Die meisten Baugrundstücke sind in Privatbesitz

LUXEMBURG – 125.000 Euro pro Ar, im Süden des Landes und in Privatbesitz: Das sind die typischen Merkmale der Grundstücke, die für den Wohnungsbau zur Verfügung stehen.

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Etwa ein Drittel der Landreserven befindet sich in den Kantonen Luxemburg und Esch/Alzette. (Bild: Tania Feller)

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Am Montag enthüllte der Raum+-Bericht, dass in 89 landesweit untersuchten Gemeinden 5018 Hektar potenziell für Bauvorhaben zur Verfügung stehen. 64 Prozent davon würden nach Angaben der Regierung die Schaffung von 142.000 Wohnungen für bis zu 325.000 Menschen ermöglichen. Etwa ein Drittel dieser Landreserven befindet sich zu etwa gleichen Teilen in den Kantonen Luxemburg und Esch/Alzette, also in der südlichen Hälfte des Landes, wo die Medianpreise für Wohngrundstücke pro Gemeinde mit 75.000 bis 125.000 Euro pro Ar am höchsten sind.

Knapp acht Prozent der Grundstücksreserven befinden sich um Redingen, etwa vier Prozent in Wiltz. Im Norden des Landes zahlt man im Durchschnitt 50.000 Euro pro Ar. Die Preise haben sich in den letzten zehn Jahren auf nationaler Ebene mehr als verdoppelt. Von den 325.000 «zusätzlichen Einwohnern», die von den Ministerien für Wohnungsbau und Raumentwicklung prognostiziert werden, könnten 47.488 in den Großraum Luxemburg, 22.149 in den Süden und 6700 in das städtische Zentrum Nordstad im Norden des Landes ziehen. In den kleineren Gemeinden würden diese Landreserven für die nächsten 71 Jahre ausreichen.

«Das Ungleichgewicht verbirgt nicht das große Potenzial»

Das «Ungleichgewicht zwischen bestimmten Regionen» würde laut Minister für Raumentwicklung, Claude Turmes, nicht das «große Potenzial» für das Land verbergen, in dem die Wohnungskrise immer wieder thematisiert wird. «21.000 Haushalte geben mehr als die Hälfte ihres Einkommens für Wohnraum aus, deshalb haben hohe Investitionen in die massive Schaffung von bezahlbarem öffentlichem Wohnraum Vorrang und dafür ist die Mobilisierung von Bauland von größter Bedeutung», erinnerte Minister für Wohnungsbau Henri Kox am Montag.

Dieses für den Wohnungsbau verfügbare Land befindet sich «in der überwiegenden Mehrheit» im Besitz von Privateigentümern. Privatpersonen machen hier 64 Prozent aus (2394 Hektar) und private Unternehmen 20 Prozent (746 Hektar). Kommunen besitzen 7,1 Prozent (265 Hektar) dieses Landes. Bei den hier genannten privaten Unternehmen handelt es sich überwiegend um lokale Akteure der Immobilienbranche. Von 627 Konzernen, die Grundstücke besitzen, sind nach Angaben der Regierung nur 31 Investoren. Die Herausforderung besteht nun darin, die politischen und steuerlichen Hebel zu aktivieren, um sie zu mobilisieren und zu nutzen.

(nc/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • politiker am 03.12.2021 11:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    dat ass och gudd esou mir brauche keng millioun awunner,mir brauche mol kee bëttel

  • Dan am 03.12.2021 11:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Waat eppes…

  • Mim79 am 03.12.2021 11:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jo an, sinn der jalous dass se neischt hun????

Die neusten Leser-Kommentare

  • packtiech am 03.12.2021 21:13 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach bauterrain'en wou net drop gebaut gëtt dëck besteieren a färdeg,mool gucken wéi lang et dauert bis se se verkaafen!!

  • bil am 03.12.2021 16:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum denn irgendwann stehen noch mehr Wohnungen und Häuser leer weil die Preise nicht mehr bezahlbar sind

  • de Krätzert am 03.12.2021 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    Praïsser gin nach nët séier genuch an d'Luut ! De Moment kréien ech fir meng Braack just e kléngt Schlass mat 15 Zëmmer; 25 wiiren besser !!

  • realdusninja am 03.12.2021 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    Da haben wir im Osten ja mal Glück gehabt, das sie nichts gefunden haben. Sonst müssten sie noch ein Spital bauen.

  • Mim79 am 03.12.2021 11:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jo an, sinn der jalous dass se neischt hun????