Henri Kox

19. Februar 2021 12:19; Akt: 19.02.2021 12:50 Print

«Die Polizeiarbeit hatte zuletzt keine Priorität»

LUXEMBURG – Der Police Grand-Ducale fehlt es an Personal und moderner Ausrüstung. Allerdings seien Projekte im Gange, die die Situation verbessern sollen, sagt Henri Kox.

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Henri Kox hat die Projekte vorgestellt, mit denen die Polizei bei ihrer Arbeit unterstützt werden soll. (Bild: Editpress)

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Der Minister für Innere Sicherheit, Henri Kox (Déi Gréng), hat am Freitag die Herausforderungen vorgestellt, die in den kommenden Jahren auf die Police Grand-Ducale zukommen. Kox sprach dabei von einer «kolossalen Aufgabe für die Regierung» und ergänzte: «Die Arbeit der Polizei hatte in den vergangenen Jahren keine Priorität.». Infolgedessen fehle es den Beamten an modernen Infrastrukturen und moderner Ausrüstung, die dem Umfang ihrer Aufgaben gerecht würden.

Laut dem Minister erwarten die Bürger von der Polizei, dass die Drogen- und Jugendkriminalität in den Griff bekommt, Verkehrskontrollen durchführt, sowie Migranten auf gültige Papiere überprüft. Die Polizei sei nicht immer in der Lage, die notwendigen Ressourcen für die Bewältigung dieser Probleme bereitzustellen. «Sie ist Teil der Lösung, aber nicht die alleinige Lösung», betonte der Minister, der in der Folge einige Projekte vorstellte, die die Situation verbessern sollen.

Verstärkte Maßnahmen im Bahnhofsviertel

Die Rekrutierung von neuen Beamten – eine Säule der Reform von 2018 – genieße nun Priorität: Bis zum Jahr 2026 sollen etwa 620 uniformierte und 240 Zivilpolizisten den Apparat verstärken. Damit steigt die Gesamtzahl der Polizisten auf etwa 3150 (im Vergleich zu 2.450 in diesem Jahr) doppelt so schnell wie der erwartete Anstieg der luxemburgischen Bevölkerung.

Sobald die neue Polizeiakademie im Mai ihren Betrieb aufnimmt, werde sich die Ausbildung der Auszubildenden weiterentwickeln. Neue Polizeiwachen wurden oder werden geschaffen, wie in Differdingen oder Esch/Alzette. Darüber hinaus sollen die Computerausstattung und andere Hilfsmittel modernisiert werden, dazu zähle auch die Ausrüstung für den Außeneinsatz.

Zudem äußerte sich der Minister zum Brennpunkt im Bahnhofsviertel der Hauptstadt: «Dort haben unsere Maßnahmen verstärkt. Mehrere Dutzend uniformierte Polizeibeamte und etwa zehn Polizisten in Zivil sind vor Ort im Einsatz. Im November 2020 wurden insgesamt 955 Kontrollen durchgeführt. 2021 wurden dort 20 Verhaftungen vorgenommen», so Kox.

(Pascal Piatkowski)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • miserable Polizei im Polit-Wahnsinn am 20.02.2021 14:37 Report Diesen Beitrag melden

    Dein Freund u. Helfer - Im Gegenteil - der Feind für Menschen - die sich politisch nicht unterwerfen insbesondere, wer sich nicht im Fahrwasser "des politisch Vorgegebene befindet"! Gruß Propaganda

  • trebron am 19.02.2021 18:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Minister will neue Kommissariate öfnen, im gleichen Atemzug soll er auch erwähnen, dass er mehrere solcher geschlossen hat ( Rambrouch, Grosbous, Steinfort, Harlange/Bavigne, Vianden, Mondorf, Bacharage, Moutfort und noch einige mehr)

  • Ernesto am 19.02.2021 13:57 Report Diesen Beitrag melden

    Ech kann mer nët vistellen dat an deenen nächsten 5 Joer keen Polizist an Pensioun geet, an schonn huet den Haer Kox erëm esou eng Mellechmeedchen Rechnung gemeet déi net opgeet. Wei domm muss een dan sinn fir Minister ze ginn??

Die neusten Leser-Kommentare

  • Paranoia am 21.02.2021 07:44 Report Diesen Beitrag melden

    all Daag steht d'Police prioritär un 1.Stell op der 1.Seit am Essentiel a sie sin net ze iwersinn mat hieren Drohungen, well mir sin all kriminaliséiert Verbriecher, déih mussen vun moies bis owes an och nuets wéinst couvrefeu verfollëgt gin, während d'Politicker léiën wéih gedrëckt... wou bleift déih versprachen Legaliséirung vum Cannabis, firwat sie vill Stëmmen agestach hun?! ... op alles ass hier Aentwert nach just: Bestrofung, ausser bei sou klengen Delikter, wéih Bankstergaunereien, Geldweisswäscherei, Grousskriminalitéit vun Mafiabossen an/o Pädophylie ... do gin déih 2 Aen zougedrëckt!

  • Ernesto am 20.02.2021 22:53 Report Diesen Beitrag melden

    2450+620+240=3310 minus ech wees net wivill Polizisten bis dohinner an Pensioun gin oder versaat gin.Fir Minister ze gin muss een anscheinend nët rechnen kënnen, et geet duer fir den Leit nëmmen irgendwelch Phantasie Zuehlen dohinner ze zielen.

  • Cinderella am 20.02.2021 18:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also ech verstinn emmer wat den oder d’edsi6 wëll soen. Et gëtt Leit déi hunn Lies-Schreifprobleemer dovir sinn déi awer net domm an hunn och en Recht hier Meenung ze schreiwen. Et gëtt jo och Leit déi ouni Feeler schreiwen mee wat déi en Brach vun sech ginn.

  • miserable Polizei im Polit-Wahnsinn am 20.02.2021 14:37 Report Diesen Beitrag melden

    Dein Freund u. Helfer - Im Gegenteil - der Feind für Menschen - die sich politisch nicht unterwerfen insbesondere, wer sich nicht im Fahrwasser "des politisch Vorgegebene befindet"! Gruß Propaganda

  • Chinans politisches Vorbild am 20.02.2021 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    pfui Redaktion, weisen Sie mal Ihre Leser daraufhin, auf welchem politischem Niveau sich die europäische Demokratie befinden. Nord-Koreas "Heiligkeit" jubelt!!!