Luxemburg

22. Mai 2020 06:57; Akt: 22.05.2020 07:05 Print

Die Schwierigkeiten der Kitas vor der Öffnung

MAMER – Einige Kinderkrippen und Kindergärten rechnen damit, dass sie Menschen abweisen müssen. Zum Auftakt am Montag, den 25. Mai, werden jedoch noch Plätze frei bleiben.

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Auch die Betreuung der jüngsten Mitglieder der Gesellschaft soll wieder starten.

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«Wir freuen uns, Eltern und Kinder immer wieder zu sehen», sagte Paula Leal, Leiterin der Kinderkrippe Smile Kids in Mamer. «Es wird uns sehr gut tun, wenn wir unser Leben allmählich wieder wie vorher aufnehmen ». Mit der Ausnahme, dass in den meisten Kinderkrippen und privaten Betreuungseinrichtungen nicht alle vor der Covid-19-Krise verfügbaren Plätze besetzt werden.

«Wenn ich in den vergangenen zwei Monaten Eltern getroffen habe, dann haben sie uns gefragt, wann wir wieder öffnen», fährt Paula fort, «und in der vergangenen Woche haben wir unser Bestes getan, um für den 25. Mai, den offiziellen Wiedereröffnungstag, bereit zu sein, auch in den Tagesstätten für Kinder, die noch nicht zur Schule gehen. Es ist sehr wichtig, dass sie zurückkehren, und wir haben gleichzeitig versucht, die Eltern zu beruhigen.»

Viele Fragen von den Eltern

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Wenn man das Messen der Temperatur am Eingang, die Masken für das Personal, kleinere Gruppen mit fünf Kindern pro Betreuer, das Fehlen bestimmter Spielsachen berücksichtigt, wird die Krippe nicht mehr ganz so sein wie vorher. «Nachdem wir die Anweisung des Bildungsministeriums erhalten hatten, mussten wir alles wieder ankurbeln, dabei mussten wir auch die Räume anpassen und unser Personal schulen», berichtet Julie Dejean, die Leiterin einer Kindertagesstätte. «Damit sich alle so sicher wie möglich fühlen. Und die bereits eingeführten Hygienemaßnahmen werden verstärkt. Wir werden zum Beispiel die jüngsten Kinder bitten, sich noch mehr die Hände zu waschen», erläutert Dejean die Strategie der Einrichtung.

Bei den Eltern gab es vor der Wiederaufnahme der Betreuung aber auch viele Fragen.« Welche Sicherheitsmaßnahmen gibt es? Was ist in der Praxis unternommen worden, um Kinder und Eltern gleichermaßen einzubeziehen? Das mussten wir beantworten können», fährt Julie Dejean fort. «Wir sind da, um Ruhe auszustrahlen, aber viele Eltern machen sich immer noch Sorgen und entscheiden sich deshalb dafür, zu Hause zu bleiben und sich um ihre Kinder zu kümmern. In den privaten Kinderbetreuungseinrichtungen wird jeder sein Möglichstes tun, um sicherzustellen, dass alle Kinder so schnell wie möglich zurückkommen können. Denn selbst die Allerkleinsten lieben es, mit gleichaltrigen Kindern zusammen zu sein».

Privathäuser sind nicht voll

In Heimen, in denen Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren nach der Schule betreut werden können, zeichnet sich eine ganz neue Realität am Horizont ab. Die Jugendlichen hätten auch zurückkommen können, aber das wird nicht so einfach werden, «denn wir können keine Kinder aus verschiedenen Klassen aufnehmen», erinnert Paula Leal.

«Wir können die Gruppen nicht mischen, also können wir sie nicht aufnehmen», bedauert der Leiterin der Einrichtung. «Wir werden sie in der Schule lassen müssen, und die Kommune wird sich um sie kümmern. Infolgedessen werden wir hier, von insgesamt 30[Kinder], nur sechs betreuen... sechs!». Das werde eine neue Herausforderung für das Personal.

(fl/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bilderberger am 23.05.2020 02:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ Iris, weil Revis Familien vorrecht haben obwohl die sws. zu hause sitzen.

  • Iris Gläser am 22.05.2020 09:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ach, das wird eine Herausforderung für das Personal? Und was ist mit uns Eltern? Ich wurde angerufen und informiert, dass mein Kind erstmal nicht in die Krippe zurückkehren kann. Und jetzt? Ich frage mich, wo da die Herausforderung liegt fürs Krippenpersonal! Und ich frage mich, wann wir wiederkommen dürfen - vielleicht im September, wenn es genehm ist??

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  • Bilderberger am 23.05.2020 02:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ Iris, weil Revis Familien vorrecht haben obwohl die sws. zu hause sitzen.

  • Iris Gläser am 22.05.2020 09:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ach, das wird eine Herausforderung für das Personal? Und was ist mit uns Eltern? Ich wurde angerufen und informiert, dass mein Kind erstmal nicht in die Krippe zurückkehren kann. Und jetzt? Ich frage mich, wo da die Herausforderung liegt fürs Krippenpersonal! Und ich frage mich, wann wir wiederkommen dürfen - vielleicht im September, wenn es genehm ist??