Luxemburgs Ärzte

17. März 2020 08:30; Akt: 18.03.2020 11:37 Print

«Die Situation ist mehr als kritisch!»

LUXEMBURG – Verschiedene Klinikärzte im Großherzogtum rufen dazu auf, die Maßnahmen der Regierung zu befolgen. Es gilt den Kollaps der Krankenhäuser zu verhindern.

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Es gilt eine Überlastung der Krankenhäuser in Luxemburg zu vermeiden. (Bild: DPA/Zhang Yuwei/Archivbild)

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«Die Situation ist mehr als kritisch!» Mit diesem eindringlichen Aufruf richten sich der Intensivmediziner Dr. Emile Bock und der Anästesist Dr. Cyril Thix vom Hôpitaux Robert Schuman an die Bevölkerung im Großherzogtum. Die beiden Mediziner warnen davor, die Situation auf die leichte Schulter zu nehmen. Beide seien sich bewusst, dass die Maßnahmen der Regierung für alle Menschen drastische Einschnitte bedeuten. Diese seien jedoch notwendig um die Ausbreitung zu verhindern.

Intensivmediziner Tom Manderscheid vom Samu Ettelbrück unterstützt den Aufruf seiner Kollegen und wird mit Zahlen noch deutlicher: «Normalerweise sind wir auf elf Beatmungspatienten eingerichtet (...).» Jetzt müsse sich im schlimmsten Fall das Personal, in der selben Stärke wie sonst, um die «dreifache» Zahl an Patienten kümmern. Man habe Lehren gezogen aus den Erfahrungen des Auslands. «Was unsere intensivmedizinischen, logistischen Kapazitäten übersteigt, bedeutet sterben», schildert Manderscheid die Folgen einer Überlastung.

Der Generaldirektor des CHL, Romain Naiti, richtet sich auf Twitter an die Menschen. Er greift die Formulierung von Emmanuel Macron auf: «Wir sind im Krieg!» Der Austausch mit den Kollegen im Ausland sei besorgniserregend.

Der Deutsche Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité sagte in seiner Podcastreihe beim NDR: «Wenn jetzt die Masernparties wieder losgehen, dann hat unsere Gesellschaft versagt.» Drosten bezog sich darauf, dass es in Deutschland berichte gab, wonach Menschen zu Hause Parties feiern würden. Besonders in Großbritannien würden Menschen sich auf «Coronaparties» mit dem Virus infizieren. Der Gedanke dahinter, Immunität durch eine überstandene Krankheit zu erlangen, sei eine «schlechte Idee» so Drosten.

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jimbo am 17.03.2020 09:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dofir soll en an Isolatioun goen. Een Mensch eleng ass gescheit, puer Menschen op engem Koup sinn rommeldomm!!

    einklappen einklappen
  • Pia am 18.03.2020 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    leider wouer jimbo leider!

  • Julie am 17.03.2020 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Newton ganz deiner Meinung, sogar beschimpft wurden wir, es wird nichts mehr so sein wie es mal war, das gilt auch für die Kommentare hier

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pia am 18.03.2020 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    leider wouer jimbo leider!

  • nic am 17.03.2020 12:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech fannen är Astellung traureg an onverantwortlech????

  • Pit am 17.03.2020 10:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ass et nach emmer. Chillt alleguer mol aer nippelen. Dat leet sech an der naechst rem. Fir mech aennert sech null. Ginn schaffen an akafen wei emmer

  • Julie am 17.03.2020 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Newton ganz deiner Meinung, sogar beschimpft wurden wir, es wird nichts mehr so sein wie es mal war, das gilt auch für die Kommentare hier

  • Newton am 17.03.2020 10:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und vor 2 Wochen wurde noch jede Äußerung von Besorgnis als Panikmache verunglimpft.