Kläranlage-Panne

17. September 2019 16:44; Akt: 17.09.2019 16:54 Print

Die Stadt übernimmt die Verantwortung

LUXEMBURG – Rund 20.000 Kubikmeter unbehandeltes Wasser wurden aus der Kläranlage Beggen in die Alzette eingeleitet. Lydie Polfer verspricht Hilfe von der Stadt.

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Die genauen Gründe für das Öffnen des Ventils, durch das 20.000 Kubikmeter unbehandeltes Wasser für 20 Stunden aus der Kläranlage Beggen in die Alzette flossen, sind unbekannt. Am Freitagabend hatte ein Alarmsignal die Aufmerksamkeit der Verantwortlichen auf sich gezogen. Fünfzehn Minuten später war ein Techniker vor Ort, zwei Stunden später kam ein Elektriker hinzu. Dieser Mitarbeiter startete den Computer neu und kontrollierte das automatisierte System der Kläranlage. Das System hat dann keine Probleme mehr gemeldet.

«Bei diesem Neustart wurden die Computereinstellungen zurückgesetzt, was auch bedeutet, dass das Öffnen des betreffenden Ventils selbsttätig erfolgt ist. Das erklärt immer noch nicht, warum der Computer den Befehl zum Öffnen des Ventils gegeben hat», erklärt Patrick Licker, Leiter der Abwasserabteilung. So ahnte niemand, dass das Ventil geöffnet war.

Die Bürgermeisterin der Stadt Luxemburg, Lydie Polfer, verweist auf einen «äußerst bedauerlichen» Vorfall und erklärt, dass die Stadt ihre Verantwortung übernehmen und für den entstandenen Schaden aufkommen werde. Es geht vor allem um die Wiederansiedlung von Fischen in der Alzette. Tatsächlich starben viele Fische zwischen dem Anlage und Mersch. Lydie Polfer bekräftigt auch den Willen, alles zu tun, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt. Die ersten Überlegungen dazu sind bereits im Gange. Die gute Nachricht ist, dass sich die Verschmutzung mit der Zeit beheben wird, aber die Erholung der Wildtiere des Flusses wird etwas länger dauern.

(Maurice Magar/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Niemand am 17.09.2019 21:33 Report Diesen Beitrag melden

    Irgend jemand muss ja die Verantwortung nehmen. Wäre die Kläranlage ein Atomkraftwerk, wäre eine solche Panne nicht passiert . . . aber da es nur Fische und Natur sind, ist das nicht so wild.

  • Logo am 17.09.2019 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn die Kläranlage 20 Stunden nicht funktionniert und die Behälter brechend voll sind ist es irgendwie normal dass der Computer sofort das Überlaufventil öffnet oder ?

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  • Arme Fische am 18.09.2019 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn der Techniker keine Ahnung hat und dann der Elektriker den Computer neu starten muss... Haben die keine Checkliste wie bei einem Neustart zu verfahren ist ? Einfach mal vor die Tür gehen und die Anlage überprüfen ist wohl zuviel verlangt ?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Arme Fische am 18.09.2019 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn der Techniker keine Ahnung hat und dann der Elektriker den Computer neu starten muss... Haben die keine Checkliste wie bei einem Neustart zu verfahren ist ? Einfach mal vor die Tür gehen und die Anlage überprüfen ist wohl zuviel verlangt ?

  • Niemand am 17.09.2019 21:33 Report Diesen Beitrag melden

    Irgend jemand muss ja die Verantwortung nehmen. Wäre die Kläranlage ein Atomkraftwerk, wäre eine solche Panne nicht passiert . . . aber da es nur Fische und Natur sind, ist das nicht so wild.

  • Logo am 17.09.2019 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn die Kläranlage 20 Stunden nicht funktionniert und die Behälter brechend voll sind ist es irgendwie normal dass der Computer sofort das Überlaufventil öffnet oder ?

    • Jang am 17.09.2019 18:36 Report Diesen Beitrag melden

      Der Computer hat beim Neustart des Überwachungsprogramms das Not-Ventil geöffnet. Wäre es nicht besser, der Computer könnte das Not-Ventil gar nicht bedienen? Ist es bei anderen Kläranlagen auch so?

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