Coronavirus in Luxemburg

03. April 2020 16:47; Akt: 03.04.2020 20:09 Print

Die wichtigsten Infos und Zitate der Pressekonferenz

LUXEMBURG – Am späten Freitagnachmittag sind Premier Bettel und Gesundheitsministerin Lenert wieder vor die Kameras getreten. Das Wichtigste in Stichpunkten.

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(Bild: Tfeller)

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Premierminister Xavier Bettel (DP)

• Gleich zu Beginn teilt der Premier die neuesten Corona-Zahlen aus Luxemburg mit. Mit 121 neuen Infektionen kommt das Großherzogtum mittlerweile auf 2608 Diagnostizierte. Auf der Website des Gesundheitsministeriums werden wenig später 2612 Fälle genannt.

• In den letzten 24 Stunden ist ein weiterer Mensch an den Folgen des Coronavirus gestorben. Damit hat Luxemburg nun 31 Corona-Opfer zu beklagen.

• «Wir sind noch nicht über den Berg», erklärt der Regierungschef.

• «Viele Bürger und Betriebe fragen sich, wann die Maßnahmen zu Ende sind», so Bettel: «Es ist aber wichtig, dass wir alle weiter durchhalten.» Es werde dann schrittweise zur Normalität zurückgekehrt.

• Zwei Hauptfaktoren müssten in der Krise im Auge behalten werden: Kapazität des Gesundheitssystems (Anzahl der Intensivbetten, etc.) und die Immunisierung.

• Die Regierung stehe in engem Kontakt mit Wissenschaftlern und Experten aus dem Gesundheitssystem: «Auch die psychische Gesundheit der Bevölkerung muss berücksichtigt werden.»

• Der Regierungsrat habe am Freitag beschlossen, dass abgelaufene Pkw-Zertifikat bis zum Ende des Notstands gültig bleiben.

• Außerdem werde der Urlaub aus familiären Gründen ausgeweitet.

Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP)

• «Kleiner Lichtblick: Die Zahl der Neuinfektionen nimmt sehr langsam ab.»

• «Die Disziplin aller trägt langsam Früchte», so Lenert, doch «wir sind noch nicht auf dem Höhepunkt.»

• Altersdurchschnitt von 86 Jahren bei den Corona-Opfern

• 232 Patienten werden im Krankenhaus behandelt, 43 auf der Intensivstation, davon zehn Patienten aus Frankreich.

• 147 Infizierte konnten inzwischen geheilt werden.

• «Wir haben eine sehr geringe Sterblichkeitsrate von 1,1 Prozent.»

• «Aber Achtung! Die Gefahr ist bei uns die gleiche.»

• Centres de soins avancés werden gut genutzt.

• Der Peak bei den Krankenhaus-Aufenthalten steht noch bevor.

• «Es ist gerade ein nervöser Stillstand in den Kliniken.»

• «Wir hoffen, dass es bei uns nicht so wird, wie bei unseren Nachbarn in Frankreich.»

• Drei Cargolux-Flugzeuge haben wichtiges medizinisches Material geliefert.

• «Social Distancing bleibt die absolute Regel. Das ist das, was wirklich hilft.»

• «Jeder, der Corona-Symptome hat, soll jetzt getestet werden.»

• Ohne Symptome macht ein Test keinen Sinn. Die Fehlerquote ist in den Fällen extrem hoch.

• Isolation ist extrem wichtig, wenn man positiv getestet wurde.

• Es gab auch positive Fälle in Luxemburg, wo die Isolation ignoriert wurde.

• Neue Schnelltests werden gerade geprüft.

• Die Menschen zwischen 70 und 79 im Land haben sich auffällig oft infiziert.

Fragerunde

• Xavier Bettel antwortet auf eine Presse-Frage, dass man an einer Exit-Strategie arbeite, aber die Gesundheit momentan deutlich wichtiger sei. Für eine zukünftige Exit-Strategie wünscht sich Bettel eine bessere Zusammenarbeit innerhalb der EU.

• «Das Gefühl zu geben, dass eine Maske vor Covid-19 schützt, ist falsch», antwortet Bettel auf die Frage, ob in Luxemburg auch eine Schutzmaskenpflicht kommen könnte. «Schutzmasken sind eine falsche Garantie», so der Premier.

• Auf die vielen Fragen, was denn nun genau erlaubt ist, fasst Bettel nochmal zusammen: «Jeder soll sich einfach bei allen Fragen stellen: 'Ist es wirklich nötig?'».

• «Einkaufen ist kein Ausflug!», betont Xavier Bettel erneut.

(dm/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • et ass och vill Theater derbai am 04.04.2020 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    esou guer d´Waschanlagen bei den Tankstellen sinn zou, grad wei wann éen do d´Sécherhétsdistanzen zum Automat net anhalen kéint. Et gett och bei villen Saachen komplett iwerdriwen. Firwat kann éen am Cactus Farw kaafen, awer an engem Baumarkt net, och wann déen genau dei selwescht Secherhéetsmossnahmen anhalen kann? D´Regierung huet guer kéen Interessi drun dat d´Leit Méiglegkéeten kréien fir sech dohéem ze beschäftegen an NET mell ginn.

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  • et ass och vill Theater derbai am 04.04.2020 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    esou guer d´Waschanlagen bei den Tankstellen sinn zou, grad wei wann éen do d´Sécherhétsdistanzen zum Automat net anhalen kéint. Et gett och bei villen Saachen komplett iwerdriwen. Firwat kann éen am Cactus Farw kaafen, awer an engem Baumarkt net, och wann déen genau dei selwescht Secherhéetsmossnahmen anhalen kann? D´Regierung huet guer kéen Interessi drun dat d´Leit Méiglegkéeten kréien fir sech dohéem ze beschäftegen an NET mell ginn.