Marc Wengler

29. Januar 2019 06:58; Akt: 29.01.2019 07:02 Print

«Die Zahl der Kunden ist um 70 Prozent gestiegen»

LUXEMBURG – Die Infrastrukturarbeiten der CFL sind im vollen Gange. Im Interview mit «L’essentiel» blickt Generaldirektor Marc Wengler in die Zukunft.

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«Das Streckennetz der CFL ist gesättigt», erklärt Marc Wengler, Generaldirektor der CFL.

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«L’essentiel»: Welche Bilanz ziehen Sie für das Jahr 2018?

«Marc Wengler:»

Wir haben einen Kundenzuwachs erlebt – und dieser ist noch nicht abgeschlossen. In den letzten zwölf Jahren ist die Zahl sogar um 70 Prozent gestiegen. Wenn man dann noch den Frachtanteil hinzunimmt, ist das Netzwerk gesättigt. Die derzeit laufenden Infrastrukturarbeiten verbessern die Situation für unsere Kunden nicht. Denn die Arbeiten sind in einem bereits an seine Grenzen stoßenden Netz nur schwer durchführbar. Ich bin mir der Unannehmlichkeiten, die dies unseren Kunden bereitet, bewusst.

Welche Investitionen sind geplant?

Derzeit belaufen sich die Kosten der jährlichen Investitionen auf 300 Millionen Euro. Das ist doppelt so viel, wie noch vor zehn Jahren. Und die Tendenz steigt. Bis 2024 werden wir das gesamte Netz umstrukturieren, tausend Parkplätze pro Jahr schaffen, Bahnhöfe renovieren und die Zugflotte erweitern. Fünf Jahre mögen für unsere Kunden eine lange Zeit sein, wenn man aber die Vielfalt der Baustellen betrachtet, ist dieser Zeitraum eher kurz.

Was könnte mit dem kostenlosen Nahverkehr ab 2020 auf die CFL zukommen?

Die Einführung eines kostenlosen Nahverkehrs ist eine soziale Maßnahme. Wir erwarten dadurch einen weiteren Nutzeranstieg. Das Zugpersonal wird sich dann auch auf andere Aufgaben als die Ticketkontrolle konzentrieren.

Also wird es sich nicht negativ auf die Arbeitsplätze auswirken?

Nein, im Gegenteil, wir möchten sogar mehr Mitarbeiter einstellen. Aber wir haben derzeit Schwierigkeiten, Kandidaten zu finden.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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