Brauerei

15. März 2019 15:00; Akt: 15.03.2019 17:37 Print

Diekirch braut umweltschonendes Bier

DIEKIRCH — Die Brauerei Diekirch hat ihr neues Werk eröffnet. Die Getränkeproduktion im Ort findet nun auf wesentlich kleinerem Raum statt, mit wesentlich weniger Energieverbrauch.

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Seit 1871 wird in Diekirch Bier gebraut. Ein wichtiger Wirtschaftszweig und Arbeitgeber in dem Ort — und einer, den die Gemeinde unbedingt halten wollte. Deswegen wurde der Bau der neuen Brauerei in einen Bebauungsplan eingearbeitet. Teil dieses PAP-Projekts ist laut Tom Beiler auch der Bau von neuen Büroanlagen und Wohngebäuden in dem Ort. Der 50-jährige Architekt vom Architekturbüro Beiler, François Fritsch, ist seit 2013 an Planung und Bau der neuen Anlage in dem denkmalgeschützten Gelände betraut. «Eine der Herausforderungen war, dass die komplette Anlage von drei Hektar auf 40 AR verkleinert werden sollte.»

Für den Neubau musste die alte Flaschenabfüllanlage weichen, doch im neuen Konzept der Firma hätte sie ohnehin keine Verwendung mehr gefunden: «Diekirch Bier wird größtenteils in Fässern verkauft, die Anlage war überdimensioniert.» Um die Kapazitäten der Abfüllanlage ausschöpfen zu können, seien auch Flaschen aus Belgien verfüllt worden. Flaschenbiere aus Diekirch werden derweil nun in Belgien befüllt.

Vor drei Jahren startete der Bau der komplexen Industrieanlage: «Damit der Betrieb aufrecht erhalten werden konnte, mussten wir zunächst den Aushub für die Lagerkessel machen.» Acht Meter geht das Gebäude in die Tiefe. Während im Keller das neue Bier lagerte, wurde unterdessen in den oberen Stockwerken weitergebaut.

« Ansprüche der Kunden haben sich verändert »

Der Neubau sei indes keine Notwendigkeit gewesen, sondern eine Entscheidung, sagt Gilles Nackaerts, seit Juni 2018 Directeur general, der Brauerei. «Die Ansprüche der Kunden haben sich verändert, sie wollen heute mehr Abwechslung», sagt Nackaerts. Eine kleinere Anlage biete mehr Flexibilität um auch neue Biersorten auszuprobieren. Bereits im Dezember dieses Jahres soll ein neues Produkt auf den Markt kommen.

Auf der anderen Seite sei die Anlage auf dem modernsten Stand, insbesondere was das Thema Umweltschonung anbelangt. So gehe der Verbrauch von Elektrizität um 15 Prozent zurück, auch der Wasserverbrauch reduziere sich um zehn Prozent. «Insgesamt reduzieren wir unseren ökolgischen Fußabdruck um 75 Prozent.» Ein weiterer Aspekt für den Umweltschutz sei die neue Filteranlage, die mit einem Membransystem arbeitet. «Sonst wird Bier ein Stoff hinzugegeben, der Hefe vom Bier trennen soll, dieser Stoff ist nur schwer abbaubar», erklärt Pierre Van Vynckt, Directeur operationnel. Durch das Membransystem entstehe nur etwa Fermentat, das einfach zu entsorgen sei. «Dieses Filtersystem ist das Erste seiner Art in Europa – und steht hier in Diekirch», sagt Nackaerts.

(Stefanie Braun/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • DeMisch am 15.03.2019 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    braut "umweltschonendes" Bier und karrt es danach nach Belgien um es in Flaschen ab zufüllen und reimport es dann wieder nach Luxemburg. Sehr umweltschonend ...

  • Line am 16.03.2019 10:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Winni kënnt di éischt Béierpipeline ?

  • Gerard am 17.03.2019 13:35 Report Diesen Beitrag melden

    daat manst waat sou en Betrieb hät kennen machen ,wär bessen Freibeier vir Ouverture ze spendeieren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gerard am 17.03.2019 13:35 Report Diesen Beitrag melden

    daat manst waat sou en Betrieb hät kennen machen ,wär bessen Freibeier vir Ouverture ze spendeieren.

  • and_schar am 16.03.2019 12:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Den Beier as emmer am allerbeschten fresch vum Faass ????do kennt dir soen waat dir wellt

  • Line am 16.03.2019 10:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Winni kënnt di éischt Béierpipeline ?

  • DeMisch am 15.03.2019 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    braut "umweltschonendes" Bier und karrt es danach nach Belgien um es in Flaschen ab zufüllen und reimport es dann wieder nach Luxemburg. Sehr umweltschonend ...

  • Pilsvanderlezebuerg am 15.03.2019 15:43 Report Diesen Beitrag melden

    jo,wu ged dan elo deen Dikricher Beier gebraut ,deen an der Belsch ant Fläschen kent?Ged dofir manner Wasser an Energie verbraucht?wivill Leit schaffen haut zu Dikrich?

    • nordstad am 15.03.2019 16:24 Report Diesen Beitrag melden

      "54 Mitarbeiter sind in dem Werk beschäftigt. " as am Artikel ze liesen!

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