Schüler aus Luxemburg abeschoben

28. November 2014 14:10; Akt: 28.11.2014 14:54 Print

«Dieser Vorfall soll sich nicht mehr wiederholen»

LUXEMBURG - Das Bildungsministerium reagiert besorgt auf die Vorfälle im Lycée Technique du Centre. Polizei-Aktionen dieser Art sollen künftig vermieden werden.

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Asylantrag abgelehnt: 34 Albaner und Montenegriner, darunter 18 Minderjährige, wurden am Donnerstag vom «Centre de retention» auf dem Findel in ihre Herkunftsländer abgeschoben. (Bild: Editpress)

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Die Polizei soll künftig behutsamer bei der Abschiebung von Schülern, deren Asylantrag abgelehnt wurde, vorgehen. Diese Forderung war am Freitag aus dem Bildungsministerium zu hören. «Ein Vorfall wie am Mittwoch sollte sich nicht mehr wiederholen», sagt eine Sprecherin von Minister Claude Meisch (DP). Man werde nun Gespräche mit den zuständigen Behörden – dem Außenministerium, dem Amt für Aufnahme und Integration (OLAI) sowie der Police Judicaire – führen, um die Schulen künftig vor derartigen Vorkommnissen zu schützen. Grundsätzlich betont das Ministeriunm aber, dass man keinen Einfluss auf die gesetzlichen Bestimmungen für Zwangsrückführungen habe.

Am Mittwoch hatten Polizisten in zivil versucht, für die Abschiebung vorgesehene Schüler des Lycée Technique du centre (LTC) gleich vor der Schule abzuholen und ins «Centre de Retention» mitzunehmen. Die Direktion der Schule protestierte heftig gegen die Zwangsrückführung und fühlte sich gar an «schlimme Zeiten» erinnert.

Protest zeigt erste Wirkung

«Die Schülerinnen gingen seit vier, fünf Jahren hier in die Schule und werden nun aus ihrer Ausbildung herausgerissen. Schüler, Lehrer, Direktion - wir alle sind sehr schockiert über die Vorkommnisse», berichtete Netty Maas, stellvertretende Direktorin am LTC, gegenüber L'essentiel. Maas hatte wegen des Vorfalls ein Protestschreiben an Meisch gerichtet, auch viele Schüler solidarisierten sich mit ihren ausgewiesenen Schulkameraden. Ihr Protest scheint nun erste Wirkung zu zeigen.

Insgesamt wurden am Donnerstag 34 Personen in ihre Herkunftsländer Albanien und Montenegro zurückgeflogen. Im Charter-Flieger saßen auch 18 Minderjährige, die zum Teil seit Jahren in Luxemburg gelebt hatten und nun vor einer ungewissen Zukunft in ihrer Heimat stehen.

(Jörg Tschürtz/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jeng am 28.11.2014 20:57 Report Diesen Beitrag melden

    Abschieben und basta!

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  • Sam_sa am 29.11.2014 18:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Qqqqq

  • Portugiese. am 28.11.2014 23:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jeng, dein iQ scheint nicht sehr hoch zu sein...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sam_sa am 29.11.2014 18:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Qqqqq

  • Portugiese. am 28.11.2014 23:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jeng, dein iQ scheint nicht sehr hoch zu sein...

    • svendorca am 30.11.2014 17:31 Report Diesen Beitrag melden

      Wie viel Portugiesen leben denn hier in Luxb. schwarz bei ihrer Familie u. zahlen keine Steuer. Gesetz ist Gesetz. Wie viel Moldaver oder Angolaner arbeiten für 2 euro die stunde in Portugal? und dann wollen sie über iQ reden. armselig.

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  • Jeng am 28.11.2014 20:57 Report Diesen Beitrag melden

    Abschieben und basta!

    • Johannes am 29.11.2014 11:25 Report Diesen Beitrag melden

      Wann d'Liewen an d'Politik esou einfach wär, just basta soen a schon as d'Welt rëm an Uerdnung. Abbe jo !

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