In Luxemburg

12. November 2018 08:15; Akt: 12.11.2018 08:58 Print

Ein Toter und zwei Verletzte nach Jagdunfällen

LUXEMBURG – 2016 wurde eine Frau auf ihrer Terrasse von einer verirrten Kugel verletzt. Wie sicher ist die luxemburgische Jagd?

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Auf dieser Terrasse in Fentingen wurde eine Frau am 24. September 2016 von einer verirrten Kugel getroffen.

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Kürzlich rückten Jäger im Großherzogtum wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit, als ein Pärchen bei einer Treibjagd fast von einer Kugel getroffen worden wäre. Die Gesamtsituation von Jagdunfällen in Luxemburg ist dennoch eher beruhigend: Die Jagdsaison, die am 13. Oktober startete, verlief laut Landwirtschaftsministerium bisher ereignislos. Jagdunfälle kommen in Luxemburg insgesamt nur sehr selten vor. So hat das Ministerium seit Anfang des Jahrzehnts lediglich drei Fälle registriert.

Am 24. September 2016 wurde eine Frau auf ihre Terrasse in Fentingen von einer verirrten Kugel schwer im Gesicht verletzt. 2013 starb ein Jäger, der sich versehentlich selbst erschoss, als er über ein Hindernis steigen wollte, und 2011 wurde einer von einem Jäger-Kollegen verletzt. In den 1970er Jahren wurden noch vier tödliche Jagdunfälle registriert.

Jagderlaubnis in Luxemburg gehört zu den schwierigsten in Europa

Die Vorsicht der rund 2200 Jäger des Landes «erklärt sich vor allem durch die Prüfung zur Erlangung der Jagderlaubnis, die zu den schwierigsten in Europa gehört», so Georges Jacobs, Präsident der Fédération Saint-Hubert des chasseurs du Luxembourg (FSHCL). Die Vereinigung arbeitet eng mit der Naturverwaltung zusammen, um die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten.

«Die angehenden Jäger lernen, in einem bestimmten Winkel zu schießen, damit es zu keinen Schäden durch Querschläger kommen kann», erklärt Georges Jacobs. «Sie müssen in der Lage sein, systematisch und sehr genau zu bestimmen, wo die Kugel letztendlich einschlägt.»

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • wir haben Tiere zum Fressen gern! am 14.11.2018 09:24 Report Diesen Beitrag melden

    ... Massenfolter in der Massentierhaltung und Kriegshetze für die wildlebenden Tiere! ...

  • Tanja O`Brien am 14.11.2018 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    Bessere Information wann wo Jagd stattfindet ist dringend notwendig.Eventuell über die Gemeinden die Ihre Bürger über Jagdtermine informieren, in den Gemeindezeitungen. Auch müssen Schilder an Strassen und den Waldeingängen aufgestellt werden, sonst bringt Wandern und Spazieren keine Erholung mehr. Auch bedanke ich mich für Ihre gute Arbeit, da wir ohne Reduzierung des Wilds in einigen Jahren keinen Wald mehr hätten. Mit besten Grüssen : ))

  • Proofreader am 12.11.2018 10:29 Report Diesen Beitrag melden

    "verirrte Kugel"?! Nein. Just... No.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tanja O`Brien am 14.11.2018 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    Bessere Information wann wo Jagd stattfindet ist dringend notwendig.Eventuell über die Gemeinden die Ihre Bürger über Jagdtermine informieren, in den Gemeindezeitungen. Auch müssen Schilder an Strassen und den Waldeingängen aufgestellt werden, sonst bringt Wandern und Spazieren keine Erholung mehr. Auch bedanke ich mich für Ihre gute Arbeit, da wir ohne Reduzierung des Wilds in einigen Jahren keinen Wald mehr hätten. Mit besten Grüssen : ))

  • wir haben Tiere zum Fressen gern! am 14.11.2018 09:24 Report Diesen Beitrag melden

    ... Massenfolter in der Massentierhaltung und Kriegshetze für die wildlebenden Tiere! ...

  • Ycc am 13.11.2018 02:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hei zu Lëtzebuerg, wou entretemps sou vill Leit liewen ass kéng Plaaz méi fir datt een och nach därf ausserhalb vun engem SchéissStand balleren goen.

  • @Léon am 12.11.2018 12:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jo ass jo och dem Hond iergentwéi ugebuer awer kann een méi oder wéineger kontrolléieren oder ënnerbannen.De Juegdhond gett jo och schliesslech vun de Jéeer dofir ausgebild also ass daat vum Jéeer erwënscht.Sou oft kennt daat nët vier mee ugedronken Jéeer a verfeelte Schëss vill ze oft.

  • Boris am 12.11.2018 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist schwer zu verstehn wie man in einem öffentlich zugänglichen Gebiet das Schiessen erlauben kann. Wälder sollten immer "Schiess-frei" für Alle zugänglich sein. Die Jagd und somit die Jagdunfälle sollten der Vergangenheit angehören. Es bleibt leider nur noch wenig Platz für Wildtiere und wir sollten die Wildtiere und die wenige Natur die uns noch bleibt mit Ehrfurcht und Respekt behandeln.