Künstler in Luxemburg

15. August 2019 10:07; Akt: 15.08.2019 10:08 Print

Ein Argentinier singt vom Leben in Luxemburg

LUXEMBURG – Der 35-jährige Musiker Facundo kommt ursprünglich aus Argentinien und hat hier seine zweite Heimat gefunden. Nun hat er mit «Life» seine erste EP veröffentlicht.

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Auf seiner EP «Life» präsentiert der Musiker Facundo vier Songs.

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«Ich wollte immer schon in Europa leben, ich weiß nicht genau warum. Ich glaube, es lag mir im Blut. Mein Vater ist Pilot und hat schon an vielen Orten gelebt.» Facundo ist ein 35-jähriger Musiker aus Argentinien, der über Umwege in Luxemburg seine «zweite Heimat» gefunden hat. «Bei mir passierte es auf einem Trip nach Europa, den ich 2009 unternahm», erzählt er. «Ich kam zufällig vorbei, ich mochte es und zack....Be careful what you wish for, sage ich da nur.» Sechs Jahre später arbeitet er in einem IT-Job in Luxemburg-Stadt und verarbeitet seine Erfahrungen in seiner Musik.

Seine erste Veröffentlichung, Life, eine EP mit vier Songs, spiegelt diesen Lifestyle zwischen permanentem Unterwegs-Sein und einer gewissen Nostalgie wider. Driving in my Car erzählt von einer vergangenen Beziehung und regelmäßigen Fahrten zwischen Luxemburg und Belgien, Miss you ist ein sehr nostalgischer und emotionaler Blick zurück, Celebrate schaut hingegen nach vorne und soll einfach Spaß machen. «Im Alltag vergessen wir manchmal, dass es wichtig ist, auch einfach mal rauszugehen und Spaß zu haben», erklärt der Musiker, der bei seinen Nummern auf eingängige, unkomplizierte Gitarrenarbeit und Rhythmen setzt, die schnell ins Ohr gehen.

Luxemburg schlägt Buenos Aires

Facundo schätze das Großherzogtum nicht nur als Musiker, sondern auch als Musikfan: «Das Erste, was mir gleich auffiel, als ich hierher kam – und das war völlig unerwartet – war die Menge an bekannten Bands, die hier spielt. Ich komme aus der Millionenstadt Buenos Aires und es fühlt sich für mich unglaublich seltsam an, hier in Luxemburg einfach das Haus zu verlassen, ein paar Schritte zu gehen und dann im Konzertsaal zu stehen und dort Konzerte richtig großer Bands erleben zu können.»

Ein Faible für luxemburgisch singende Bands

Facundo schätzt die Aufmerksamkeit, die der Musik im Großherzogtum gewidmet wird. und hat auch den Eindruck, dass die lokale Musikszene davon profitiert. «Jahr für Jahr sehe ich mehr junge Bands und mittlerweile sogar viele, die luxemburgisch singen. Ich verstehe die Sprache nicht, aber ich finde es super. Es zeigt, dass die Szene wächst und gedeiht und auch junge Menschen inspiriert. Konzertkultur, neue Bands, Vinyl-Börsen...das greift alles ineinander und fördert die Musik im Land», erklärt er.

Auf diese Aufmerksamkeit hofft er nun auch mit seinem neuen Projekt, welches in Deutschland aufgenommen und in Remich gemixt wurde und somit ein weiteres Produkt des Lebens in der Großregion ist. Die Songs können auf den großen Streaming-Plattformen (Apple Music, Spotify) angehört werden. Der Plan ist, die EP in naher Zukunft als Solokünstler nur mit einer Akustikgitarre zu performen und das Projekt langfristig zur Band auszubauen.

Über Konzerte und weitere Neuigkeiten informiert der Musiker auf seiner Facebook-Seite und bei Instagram.

(dm/L'essentiel)

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