«Stand, Speak, Rise up»

26. März 2019 20:25; Akt: 26.03.2019 20:57 Print

Ein Aufruf zum Kampf gegen sexuelle Gewalt

LUXEMBURG – Neben der Großherzogin Maria Teresa und dem Premierminister Xavier Bettel, standen am Dienstag vor allem Frauen, die Gewalt erleben mussten, im Vordergrund.

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«Die Gewalt in Kriegsgebieten nimmt ein beispielloses Ausmaß an. Hunderttausende Zivilisten auf der ganzen Welt werden zu Opfern sexueller Gewalt». Mit diesen Worten eröffnete Großherzogin Maria Teresa am Dienstag das Forum «Stand, Speak, Rise up», das bis Mittwoch im European Convention Center auf dem Kirchberg stattfindet. «Wir müssen konkrete Maßnahmen ergreifen und handeln», sagte Premierminister Xavier Bettel.

Um handeln zu können, müssen «die Stimmen derjenigen, die die Gewalt überlebt haben, gehört werden», erklärte Nadia Murad. Die Friedensnobelpreisträgerin war selbst Opfer von Gewalt, nachdem sie Gefangene des islamischen Staates war. Denis Mukwege, Gründer und Direktor des Panzi-Krankenhauses im Kongo und ebenfalls Träger des Friedensnobelpreises, weist darauf hin, dass «Opfer in erster Linie Schutz und Nachsorge benötigen». In diesem Zusammenhang fordert er die Staaten und die internationale Gemeinschaft dazu auf, einen globalen «Entschädigungsfonds» für die Opfer einzurichten.

Am ersten Tag des Forums stand aber vor allem eines im Vordergrund: den Opfern eine Stimme zu geben. Iryna Dovhan, Mitglied der SEMA (Global Network of Victims and Survivors to End War Rape) wurde ihrem Heimatland in der Ukraine gefoltert. «Ich wurde wegen meiner Standpunkte verhaftet. Ich wurde vier Tage lang gefoltert, ich erlebte die Gewalt von Soldaten. Ich wurde mit einem «Second-Hand»-Schild auf den öffentlichen Platz gestellt und gedemütigt. Sie zogen meine Kleider aus und niemand sah mich an.» Bernadette Sayo, ebenfalls Mitglied der SEMA entgegnet darauf: «Es braucht Mut vor anderen Menschen zu sprechen und seine Geschichte zu erzählen. Zum Glück haben wir diesen Mut.»

(L'essentiel)

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