In Luxemburg

13. August 2019 07:08; Akt: 13.08.2019 07:12 Print

Ein Feuer im Garten kann teuer werden

LUXEMBURG – Im Großherzogtum ist es streng verboten, pflanzliche Abfälle im Freien zu verbrennen. Wer sich nicht daran hält, muss mit Bußgeld rechnen.

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Aufgrund der großen Trockenheit herrscht in vielen Teilen Luxemburgs Brandgefahr.

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Auch wenn es in den vergangenen Tagen mehr geregnet hat, leiden Felder und Wälder noch immer unter der Dürre. Aufgrund der Trockenheit herrscht in vielen Teilen Luxemburgs Brandgefahr. Die Brände, die Anfang August am Kronospan-Werk in Sassenheim und wenige Tage zuvor in einem Feld in Hamm ausbrachen, machen die Tragweite dieser Trockenperiode deutlich. In diesem Zusammenhang erinnert das Umweltamt daran, dass es gesetzlich verboten ist, pflanzliche Abfälle im Freien zu verbrennen – weder in seinem eigenen Garten oder außerhalb des Grundstücks.

«Gemäß dem Gesetz vom 21. März 2012 ist es verboten, Abfall zurückzulassen, zu entsorgen oder auf unkontrollierter Art und Weise zu verwalten. Wer sich nicht daran hält, dem droht eine Geldstrafe von bis zu 250 Euro», so Stéphanie Goergen vom Umweltamt. «Wenn das einzige Ziel eines Feuers darin besteht, einen unerwünschten Gegenstand oder eine Substanz zu verbrennen, dann ist es automatisch verboten», sagt sie.

Gesetz gilt auch im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sowie im Weinbau

Trotzdem missachten jedes Jahr zahlreiche Menschen hierzulande dieses Verbot – entweder aus Unwissenheit oder aus Gleichgültigkeit. Im Jahr 2018 stellte die Polizei insgesamt 125 Verstöße aus. Bei 21 davon belief sich die Geldstrafe auf 250 Euro. Die Luxemburger Zollverwaltung, die ebenfalls ermächtigt ist, Strafzettel zu verteilen, verpasste zwischen Mai 2018 und März 2019 insgesamt 82 Geldbußen – 56 davon in Höhe von 250 Euro.

Das Gesetz gilt ebenfalls im Bereich der Land- und Forstwirtschaft und im Weinbau. Das Verbrennen von Hecken, Weinstöcken, Waldrandabschnitten und weiterem Abfall aus der Forstwirtschaft werde strafrechtlich verfolgt.

(pp/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • BlaBla am 13.08.2019 08:04 Report Diesen Beitrag melden

    Dat dommste Gesetz ewwer. An weem hunn mer dat ze verdanken?!

  • Hallo am 13.08.2019 07:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Buergbrennen also verbueden?

  • Claas CLever am 13.08.2019 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    Ech maachen regelmässeg Feier am Gaard a broden eng Mettwurscht drop. Oder ee Lagerfeier mat puer Kollegen. Dat ass erlabt, an d'Holz ass an engems fort.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kenni77 am 17.08.2019 02:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hun eng keier op Gemeng ungeruff an gefrot op ech dirft meng Äscht vun mengen Ubstbeem verbrennen .100 m vum Haus ewech hun ech gesot kritt ! Ok mein Gard huet 50 m dann muss ech an den Besch goen well deen hannendrun as .Oh nee daat geet awer net ! wann en noper sech gesteiert fillt an Police rifft sidd dir am Fehler ! Gudd , alles an den Auto getesselt an 3 mol op den minettkompost gefur ! En Daach mei speit verbrennt en « net Letzeburger «  an sengem gelounten Gard direkt firun Besch keng Ahnung waat ! Damp blo schwarz an giel ! keng Sau huet sech drun gesteiert gefillt ! Op ech lo 3 mol mam Auto op den Kompost furen , oder mein just nemmen Baamschnatt verbrennen ! Ech machen et metterweil wei en Här Clever hei uwen ! nom grillen setzen mir och nach beim feier !

  • JHWH am 13.08.2019 20:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    boycott direkt

  • Jos. am 13.08.2019 19:10 Report Diesen Beitrag melden

    "Verbueden"... dë Gréngen hiert Lieblingswuert!

  • jimbo am 13.08.2019 15:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grillen mat Holz ass also verbueden oder wei?

  • DerBauer am 13.08.2019 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    Hmmm, ok dann... Als letztes Jahr beim Bauer des Dorfes eine Hälfte der Strohballen in Flammen aufging, wurden diese während 3 Wochen brennen gelassen... Es sei besser hiess es... Ja, klar! 1.Es stank nach verbranntem Stroh 3 ganzer Wochen lang 2.Der Dampf war eine reine Aromatherapie und bestimmt nicht schädlich. Nöö! Alles vom Umweltminister abgesegnet. Also, was soll's?