3D-Rekonstruktion

11. Dezember 2019 08:00; Akt: 11.12.2019 08:30 Print

Ein Stück syrische Geschichte in Luxemburg

LUXEMBURG – Vier Jahre nach der Zerstörung durch den IS, macht eine Nachbildung des Triumphbogens von Palmyra Halt in der Hauptstadt.

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Die 3D-Rekonstruktion des Triumphbogens war auch schon auf der anderen Seite des Atlantiks.

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Luxemburg-Stadt feiert den 25. Jahrestag der Aufnahme in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes «Alte Viertel und Festungen». Der 17. Dezember wird daher der Startschuss für ein ganzes Jahr entsprechender Veranstaltungen, das von Anfang an durch eine Hommage an ein anderes großes Weltkulturerbe geprägt ist, das durch den Krieg im syrischen Palmyra zerstört wurde. Bis 2015 vernichtete der islamische Staat einen Großteil der in Palmyra errichteten archäologischen Bauwerke, darunter auch den zwanzig Meter hohen Triumphbogen, der im dritten Jahrhundert von Septimus Severus erbaut wurde.

Die Zerstörung von Palmyra hat die Welt bewegt, und sehr schnell wurde vom Institut für digitale Archäologie in Großbritannien die Idee für ein groß angelegtes Rekonstruktionsprojekt geboren. Daraus ist eine einzigartige 3D-Skulptur geworden, die nun bereits seit mehreren Monaten durch die wichtigsten Städte der Welt tourt. Nach New York, London, Washington, Dubai, Florenz, Arone, Genf und Bern landet das Kunstwerk am 17. Dezember auf dem Platz vor der Abtei Neumünster in Luxemburg und bleibt dort bis zum 29. Februar 2020 stehen.

«Bahnbrechende 3D-Skulptur-Technologie»

Die Initiative zu dem Abstecher nach Luxemburg wurde vom Kulturministerium und der Luxemburger Kommission für die Zusammenarbeit mit der UNESCO ergriffen. «Ziel war es, eine Botschaft des Friedens und der Hoffnung zu vermitteln», erklärt Luc Schadeck vom Kulturministerium. Neben der Hommage an das syrische Bauwerk können die Luxemburger auch «die bahnbrechende 3D-Skulpturtechnologie bewundern, die in der Lage ist, computergestützte Objekte aus massivem Stein präzise wiederzugeben».

Es geht auch darum, «die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung zu lenken, die dem Schutz und der Erhaltung der Geschichte und des Erbes bedrohter Völker in der ganzen Welt zukommt», ergänzt Luc Schadeck.

(Nicolas Chauty/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sandmännchen am 11.12.2019 15:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wan ech deen Filmchen vum Opbau kuken, dan as daat Mëttelsteck nawel ganz onprofessionel montéiert, op Lëtzebuergesch eng Murks. Mir haaten eréischt hei am Land een schrecklichen Unfall, an brauchen wirklech keen zweeten, Kultur hin oder her

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  • Arm am 11.12.2019 13:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sind wieder 100.000 € in den Sand gesetzt worden

  • Arm am 11.12.2019 17:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bin mal gespannt wann das zusammen kracht

Die neusten Leser-Kommentare

  • Popo am 12.12.2019 15:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gin daat ganz secher kucken. Interessant.

  • kaa am 11.12.2019 20:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gin op jidde Fall dohinner. Och fir d‘Symbolik vun Palmyra an séng Leit. Ass e Verbriechen watt ISIS do begangen huet!

  • jimbo am 11.12.2019 17:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hätt en dat Geld net keinten deenen Flüchtlingen hei am Land zoukommen loossen dei vun do kommen?

  • Arm am 11.12.2019 17:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bin mal gespannt wann das zusammen kracht

  • Sandmännchen am 11.12.2019 15:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wan ech deen Filmchen vum Opbau kuken, dan as daat Mëttelsteck nawel ganz onprofessionel montéiert, op Lëtzebuergesch eng Murks. Mir haaten eréischt hei am Land een schrecklichen Unfall, an brauchen wirklech keen zweeten, Kultur hin oder her

    • Claire am 11.12.2019 17:50 Report Diesen Beitrag melden

      Den Oppbau deen am Video gewise gëtt ass nëmme representativ, an ass am September 2018 zu Washington D.C. (USA) gefilmt ginn. Iwwereens ass et do zu kengem Accident kommt gewiercht. Ech fannen, daat kuckt sech och alles relativ fachmännech un.

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