In Luxemburg

18. September 2019 06:58; Akt: 18.09.2019 07:05 Print

Ein ungemütlicher Tag für Traversini bahnt sich an

DIFFERDINGEN – Die Opposition hat vergangene Woche schwere Anschuldigungen gegen den Bürgermeister von Differdingen erhoben. Am Mittwoch muss sich Traversini nun äußern.

storybild

Mit Spannung wird die Erklärung von Traversini um 14 Uhr erwartet.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Differdingens Bürgermeister Roberto Traversini wird sich am heutigen Mittwoch im Fall des von ihm geerbten Hauses in Niederkorn, das er ohne vorherige Genehmigung des Umweltministeriums renoviert hatte, den Fragen der Stadtratsmitglieder und der Presse stellen müssen.

Ein mit Spannung erwarteter Tag, denn die schweren Vorwürfe gegen ihn stehen nun schon seit einer Woche im Raum. Die Oppositionsparteien im Differdinger Stadtrat (Déi Lénk, DP und LSAP) – werfen dem Grünen-Politiker Interessenskonflikte und die Verletzung mehrerer Gesetze und Vorschriften vor – DP und Déi Lénk fordern gar seinen Rücktritt.

Fragerunde im Stadtrat am Morgen

Roberto Traversini wird sich zunächst auf der Stadtratssitzung ab 8 Uhr morgens erklären müssen. Die Opposition hat eine persönliche Befragung auf die Tagesordnung gesetzt und ist entschlossen, Antworten auf alle von ihr aufgeworfenen Fragen zu erhalten. «Es wird sehr konkret werden», kündigt DP-Stadtrat François Meisch an. Nach L'essentiel-Informationen hat die Opposition noch ein weiteres Dossier in der Hinterhand. Auch dabei soll es um Unregelmäßigkeiten bei Immobilen gehen. Im Anschluss an die Befragung durch den Stadrat wird sich Traversini um 14 Uhr der Presse stellen.

Nach Angaben unserer Kollegen vom Quotidien hat der Fall Traversini auch auf nationaler Ebene für einigen Wirbel gesorgt. Traversini sei demnach bislang im Gespräch für einen Ministerposten gewesen. Diese Personalie scheint vorerst nicht mehr vertretbar.

(Maurice Magar/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Julie am 18.09.2019 07:42 Report Diesen Beitrag melden

    In Luxemburg darf der Bürger nicht mal einen Baum fällen ohne Genehmigung, die einzige Konsequenz im Fall Traversini : Rückbau aller ausgeführten Arbeiten und Rücktritt von allen Ämtern . Das gleiche gilt auch für die "Kollegin" die nachträglich eine Genehmigung ausgestellt hat. Das ist die gleiche Partei die Milliarden in den Ausbau auf 3 Spuren der A3 pumpt, alles grün oder was ?

    einklappen einklappen
  • Jos. am 18.09.2019 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    Und das ausgerechnet von einem Grünen... Mitglied einer Verbote-Partei und sich dann anscheinend über Verbote hinweggesetzt. Das geht nun aber gar nicht. Sollte das Ministerium tatsächlich nachträglich eine Genehmigung ausgestellt haben, so wäre eine Untersuchung, wie es zu dieser Genehmigung kam, angebracht.

  • polchen am 18.09.2019 14:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sou kann een net mat Steiergelder emgoen Sou eppes gehéiert op Gericht

Die neusten Leser-Kommentare

  • polchen am 18.09.2019 14:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sou kann een net mat Steiergelder emgoen Sou eppes gehéiert op Gericht

  • René am 18.09.2019 13:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    weg mit ihm!Und schnell!

  • Ciao bello am 18.09.2019 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut so, nun ist Tür und Tor offen für einen Ministerposten. Vielleicht Justitzminister.

  • Jos. am 18.09.2019 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    Und das ausgerechnet von einem Grünen... Mitglied einer Verbote-Partei und sich dann anscheinend über Verbote hinweggesetzt. Das geht nun aber gar nicht. Sollte das Ministerium tatsächlich nachträglich eine Genehmigung ausgestellt haben, so wäre eine Untersuchung, wie es zu dieser Genehmigung kam, angebracht.

  • Julie am 18.09.2019 07:42 Report Diesen Beitrag melden

    In Luxemburg darf der Bürger nicht mal einen Baum fällen ohne Genehmigung, die einzige Konsequenz im Fall Traversini : Rückbau aller ausgeführten Arbeiten und Rücktritt von allen Ämtern . Das gleiche gilt auch für die "Kollegin" die nachträglich eine Genehmigung ausgestellt hat. Das ist die gleiche Partei die Milliarden in den Ausbau auf 3 Spuren der A3 pumpt, alles grün oder was ?

    • Justizia am 18.09.2019 10:12 Report Diesen Beitrag melden

      Beide, Bürgermeister und Ministerin sollten ihres Amtes enthoben und für jegliche Ämter gesperrt werden !!

    einklappen einklappen