In Luxemburg

23. April 2019 16:00; Akt: 23.04.2019 16:33 Print

«Er hatte einen englischen Sinn für Humor»

LUXEMBURG – Zwölf Jahre lang war Guy de Muyer Stabschef von Großherzog Jean. Er erzählt, wie sich der ehemalige Staatschef im täglichen Leben gegeben hat.

storybild

Guy de Muyser (links) beschreibt den verstorbenen Großherzog Jean als «idealen Anführer». (Bild: Editpress)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Von 1961 bis 1981 war er im Dienste des Großherzogs Jean: Guy de Muyer war zwölf Jahre lang Sekretär des Kabinettschefs und seit 1970 Marschall des Großherzoglichen Hofs. Der heute 92-Jährige findet für den ehemaligen Herrscher nur warme Worte: «Großherzog Jean war ein idealer Anführer, von dem wir nur träumen konnten», sagt er, «Er war ein weiser Mann, und ein extrem anständiger Mann. Er war offen für andere und respektierte andere Meinungen, Religionen und Kulturen.»

Zudem habe das ehemalige Staatsoberhaupt einen «sehr englischen» Sinn für Humor gehabt und sei ein talentierter Geschichtenerzähler gewesen. Außerdem habe Jean ein beeindruckendes Gedächtnis für Gesichter und Namen gehabt: «Er war begabt in seiner Art, die Menschen in aller Schlichtheit zu erreichen», erinnert sich de Muyser. Zumal er sich für jedes Interview und jeden Staatsbesuch wie für eine Prüfung vorbereitete, um über die wichtigsten politischen Themen sprechen zu können.

In seiner Freizeit frönte der Großherzog einem seiner drei Leidenschaften: Natur, Sport und Scouting. «Ich weiß, dass er gerne Naturlandschaften gemalt hat», ergänzt de Muyser. Eigentlich hatte der ehemalige Stabschef geplant, den Großherzog in den nächsten zwei Wochen zu besuchen: «Ich habe ihm nur eins zu sagen: ‹Danke›.»

So reagieren Leute auf der Straße auf den Tod des Großherzogs Jean:

(Olivier Loyens/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.