Grossherzog Jean

23. April 2019 08:39; Akt: 23.04.2019 16:35 Print

«Er tat so, als wäre er kein Held»

An diesem Dienstag ist Großherzog Jean im Alter von 98 Jahren verstorben. Stéphane Bern hat ihn 1989 zum ersten Mal interviewt. Er erinnert sich an den großen Luxemburger.

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«Er war ein Mann der Höflichkeit und der Freundlichkeit.» (Bild: Cour grand-ducale)

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«Ich habe viele persönliche Erinnerungen an Großherzog Jean», sagt Stéphane Bern an diesem Dienstagmorgen, nachdem er vom Tod des Großherzogs erfahren hat. Der französisch-luxemburgische Journalist und Gastgeber von «Secrets d'histoire» ist bekannt für seine große Kenntnis und seine Verbindungen in die Welt des Adels. In Luxemburg wurde diese Leidenschaft geboren. Er erinnert sich noch sehr gut an sein erstes Treffen mit dem ehemaligen Herrscher. «Ich habe ihn im Februar 1989 zum ersten Mal mit Josephine-Charlotte für Le Figaro in Colmar-Berg interviewt.» Der Journalist schrieb 2014 auch das Buch «Jean de Luxembourg» über den Staatsmann.

«Er war ein Mann der Höflichkeit und Freundlichkeit.» So ist der ehemalige Herrscher stets bescheiden geblieben, trotz seiner Lebensleistung. «Er ist ein Held des Krieges, das dürfen wir nicht vergessen: Er war wirklich bei der Landung der der Alliierten in der Normandie dabei», sagt der Journalist. «Er hat an der Befreiung seines Landes mitgewirkt, nur wenige können das von sich sagen. Er aber tat so, als wäre er kein Held.» Stéphane Bern gibt außerdem zu bedenken, dass der Großherzog das Thema nur dann zur Sprache brachte, wenn ihm seine Enkelkinder Fragen stellten: «Er war zu bescheiden, um damit zu prahlen.»

Stéphane Bern verheimlicht seine Bewunderung für den ehemaligen Herrscher nicht. Diese reicht bis in seine Kindheit zurück: «Als ich zehn Jahre alt war, bat ich den Palast um ein Bild von Großherzog Jean. Ich habe es dann auf meinen Schreibtisch gestellt.»

So reagieren Leute auf der Straße auf den Tod des Großherzogs Jean:

(mm/L'essentiel)

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