lux-Airport

22. Juli 2019 13:30; Akt: 22.07.2019 14:09 Print

Findel-​​Mitarbeiter sollen häufiger überprüft werden

LUXEMBURG – Das Flughafen-Personal am lux-Airport wird in Zukunft in kürzeren Abständen durchleuchtet.

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Anstelle einer Hintergrundüberprüfung alle fünf Jahre führt die Polizei alle drei Jahre eine «regelmäßige Überprüfung» für einen Teil der Mitarbeiter durch. (Bild: Editpress/Alain Rischard)

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Lieferpersonal, Sicherheitspersonal, Piloten, Bordpersonal... alle Personen, die in den Sperrzonen des Luxemburger Flughafens arbeiten, unterliegen einer Zuverlässigkeitsprüfung durch die Police Grand-Ducale. Ein System, das gemäß einer europäischen Richtlinie mit häufigeren Kontrollen weiterentwickelt wird. Anstelle einer Sicherheitsüberprüfung alle fünf Jahre führt die Polizei alle drei Jahre eine «regelmäßige Überprüfung» für einen Teil der Mitarbeiter durch.

Diese Prüfung besteht darin, die Identität der Person unter Berücksichtigung des Strafregisters festzustellen und die verschiedenen in den letzten fünf Jahren ausgeübten Tätigkeiten und Studiengänge unter die Lupe zu nehmen. Personen mit Zugang zu den sensibelsten Bereichen werden sogar einer «verstärkten Überprüfung» unterzogen, was insbesondere die Sammlung von Informationen auf der Ebene der Nachrichtendienste erfordert.

«80 Prozent der Menschen, die am Flughafen arbeiten, leben im Ausland»

Eine Kontrolle durch den Arbeitgeber wird es in Zukunft nicht mehr geben. «Die Polizei führte bereits strenge Kontrollen durch. Die wirkliche Veränderung ist, dass es mehr davon geben wird. Wir haben uns entschieden, das von der europäischen Richtlinie geforderte Minimum anzuwenden», kommentierte François Bausch, Minister für Heimatschutz.

Diese Entwicklung erfordert den Erlass einer neuen großherzoglichen Verordnung und eines Gesetzentwurfs, der vor dem 31. Dezember 2020 verabschiedet werden muss. Für die Polizei wird dieses neue System zu einer höheren Arbeitsbelastung führen. Ausgehend von vorher 3500 Kontrollen pro Jahr werden die Beamten nun 10.000 Bewertungen durchführen, «auch wegen der großen Zahl von Leiharbeitnehmern», erklärt Christian Steichen, Direktor der Flughafenpolizei.

«Mindestens 80 Prozent der betroffenen Personen leben im Ausland, was eine Informationsbeschaffung in den Nachbarländern erfordert. Bisher wurde niemandem die Arbeit am Flughafen untersagt. Aber man muss immer sicher gehen, dass es kein Risiko für die Luftfahrt gibt», schließt er.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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