In Luxemburg

23. November 2018 07:04; Akt: 23.11.2018 07:07 Print

Erste Supermärkte verbannen Plastiktüten

LUXEMBURG – 5085 Unterstützer konnte die Anti-Plastik-Petition insgesamt für sich gewinnen. Nun geht's zu einer öffentlichen Debatte in die «Chamber».

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Obwohl sie teilweise recycelt werden können, sind Kunststoffverpackungen ein echtes Problem für die Umwelt und auch für die Gesundheit. (Bild: Didier Sylvestre)

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52 Kilogramm Plastikmüll produziert ein Luxemburger durchschnittlich pro Jahr. Aus dem täglichen Leben ist Plastik als Verpackungsmaterial nicht mehr wegzudenken. Gerade deswegen soll sich sein Einsatz reduzieren, denn der Kunststoff birgt in Form von Mikroplastik auch einige Gesundheitsrisiken in sich.

Paul Philippe und seine Frau haben deshalb beschlossen, eine Petition zu starten, die die Reduzierung der massenhaften Verwendung von Plastik ins Auge fasst. Damit hat das Ehepaar einen Nerv in der Bevölkerung getroffen: Am Donnerstag, 22. November, endete die Petitionsfrist. 5085 Unterstützer haben sie mittlerweile hinter sich versammelt. Vor rund einer Woche knackte die Petition bereits die 4500er Marke, womit sie Thema einer öffentlichen Debatte in der Abgeordnetenkammer werden kann.

Ende des Jahres tritt das Gesetz in Kraft

Gesetzlich geregelt ist die Frage der Kunststoffverpackungen bereits: Ende dieses Jahres wird ein Gesetz in Kraft treten, das kostenlose Einweg-Plastiktüten verbietet. Außerdem soll der Verbrauch von dünnen Plastiktüten bis Ende 2019 auf maximal 90 Beutel pro Person und Jahr begrenzt werden. Bis Ende 2025 soll dieser Wert weiter auf 40 sinken, derzeit werden jährlich im Schnitt 140 verbraucht.

Einzelhandelsketten im Großherzogtum haben bereits reagiert: Bei Cactus werden wiederverwendbare und waschbare Beutel angeboten, die in der Nähe der Obst- und Gemüseabteilung stehen. Delhaize geht einen ähnlichen Weg: «Wir haben die Plastiktüten aus unseren Obst- und Gemüseabteilungen entfernt. In Belgien und Luxemburg wurden sie durch Papier- und Papp-Behälter ersetzt», sagt Roel Dekelver, Sprecher von Delhaize.

(Patrick Théry/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • and_schar am 23.11.2018 08:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et get och heischzait

  • GreenHornet am 23.11.2018 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Gudden Uffank schon mol. Allerdings sin et net d Plastiktuuten an deenen een dono seng Akeef dran mecht di deen gréissten Dreck maachen, mee deen Plastik an deem all d'Artikelen agepaakt sin, an oft nach 2 oder 3 Schichten. Eng Plastik Tuut aus der Caisse kann een nàmlech normalerweis och nach emol als Dreckstuut verwenden.

  • iCoholic am 23.11.2018 18:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wenn jeder sich mit Stückseife duschen würde bliebe zum Schluss keine leere Plastikflasche übrig!

Die neusten Leser-Kommentare

  • iCoholic am 23.11.2018 18:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wenn jeder sich mit Stückseife duschen würde bliebe zum Schluss keine leere Plastikflasche übrig!

  • GreenHornet am 23.11.2018 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Gudden Uffank schon mol. Allerdings sin et net d Plastiktuuten an deenen een dono seng Akeef dran mecht di deen gréissten Dreck maachen, mee deen Plastik an deem all d'Artikelen agepaakt sin, an oft nach 2 oder 3 Schichten. Eng Plastik Tuut aus der Caisse kann een nàmlech normalerweis och nach emol als Dreckstuut verwenden.

  • Angel am 23.11.2018 10:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech hunn schonn ganz laang weiderverwendbar Säckelcher,et kann jidderee selwer eppes maachen

  • and_schar am 23.11.2018 08:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et get och heischzait