Radare in Luxemburg

08. Juni 2020 12:07; Akt: 08.06.2020 14:10 Print

Erstes Streckenradar blitzt ab dem 15. Juni

GONDERINGEN – Verkehrsminister François Bausch hat am Montag den ersten Abschnittsradar des Landes vorgestellt. Weitere Projekte sind in Planung.

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Das Tempolimit liegt bei 90 Stundenkilometern für Autos und 75 für Lkw und Autos mit Anhänger.

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Die Planungen laufen schon lange, eigentlich sollte das Gerät bereits zum Jahresanfang seinen Dienst aufnehmen. Doch die Corona-Krise hat die Pläne durchkreuzt und den Start für Luxemburgs ersten Streckenradar verschoben. Am Montag dem 15. Juni soll es jetzt endlich losgehen, das kündigte Verkehrsminister François Bausch (Déi Gréng) am Montag an. Die Installation sei «Teil der Gesamtstrategie, um die Straßen sicherer zu machen», sagte Bausch und wies dabei auch auf die bisher installierten 24 stationären Blitzer seit 2016 hin.

Der für den ersten Radarabschnitt gewählte Straßenabschnitt ist eine 3,8 km lange Strecke zwischen Gonderingen und Waldhof. Die Testphase sei erfolgreich beendet worden. «Dies ist ein Abschnitt, in dem es viele Unfälle gegeben hat», sagt der Verkehrsminister bei der offiziellen Vorstellung. Jeweils am Beginn und am Ende der Strecke steht eine Säule, die einem festinstallierten Blitzer ähneln. «Die Säulen registrieren die Nummernschilder bei der Ein- und Ausfahrt und berechnen die Durchschnittsgeschwindigkeit der Fahrzeuge», erklärt Georges Goebel von Ponts et Chaussee. «Ist die Durchschnittgeschwindigkeit höher als erlaubt, dann löst das Gerät aus und der Fahrer bekommt eine Geldstrafe», erläutert Goebel die Folgen.

«Vernachlässigbarer»Effekt auf die öffentlichen Finanzen

Die Geschwindigkeitslimit auf der Strecke beträgt 90 Stundenkilometer für Autos, 75 Stundenkilometer für Lastwagen oder Autos mit Anhängern. «Das Radar erkennt, ob es sich bei dem vorbeifahrenden Fahrzeug um ein Auto oder einen Lastwagen handelt», sagt Georges Goebel. Das System erkenne «den Anhänger, wenn er breit genug ist. Wenn nicht, dann nicht systematisch». Wie bei den stationären Blitzern wurde die deutsche Firma Vitronic als Betreiber gewählt. Die Daten werden an das Automated Control and Penalty System (CSA) übermittelt und dann innerhalb der durch das Gesetz von 2015 festgelegten Fristen gelöscht.

Das Vorhaben diene der Verkehrssicherheit und nicht der Sanierung der öffentlichen Haushalte, betont François Bausch. «Was mir auffällt, ist der stetige Rückgang der Zahl der Unfälle auf den Straßen des Landes. Was die Bußgelder einbringen, ist im Verhältnis zum Staatshaushalt absolut vernachlässigbar», merkt Bausch an. Weitere stationäre Geschwindigkeitskontrollen dieser Art könnten in Zukunft in Luxemburg installiert werden. Über den Nutzen der Einrichtung soll eine Auswertung am Ende des Jahres Auskunft geben. Einen Rotlicht-Blitzer kündigte Bausch für die Hauptstadt an. Das Gerät ahndet dabei das Fahren über rote Ampeln. Im Dezember oder Januar soll ein entsprechendes Gerät auf dem Place de l'Etoile in der Hauptstadt seinen Dienst aufnehmen.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jos am 08.06.2020 15:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Man könnte meinen, für manche Menschen bricht die Welt zusammen, wenn sie mit 90 km/ h auf der Nationalstrasse fahren müssen. Haltet Euch einfach dran, lächelt in Euch hinein beim Fahren und freut Euch, dass das neue Streckenradar nicht auslösen muss. Und schon gibt es ein Problem weniger im Leben!

  • FePa am 08.06.2020 13:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Härr Bausch ed wir mol wichteg dass sou Streckeradaren an Tunnelen direckt gingen kommen, ech fueren ganz oft op de A7 an do ginn ech all Daach awer wirklech all Daach an de Tunnelen iwerholl (ech fueren do genee 90 mam Tempomat) mee irgenswei as 90 kmh deenen meeschten vill ze lues. Ech hun o na weidir nie Police do kontroleieren gesin am Tunnel. Ech fannen ed traurech dass verschidden Autofuerer guer net nodenken an einfach mengen mir geschitt jo nix. Ps. ech hun 2 gut Frenn duerch aner Leit dei gerannt sen verluer !!!

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  • Egon am 08.06.2020 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    Wie die Statistik zeigt (Schieren 1.Platz, Lipperscheid 3.Platz) wäre er sinnvoller auf der N7 gewesen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lol am 08.06.2020 17:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer schlimmer

    • @Lol am 09.06.2020 10:08 Report Diesen Beitrag melden

      Wat en eloquenten an d'Diskussioun beräicherende Kommentar, wow.

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  • nord sprotte am 08.06.2020 17:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    so ist es...aber manche mögen es komplizierter

  • kaa am 08.06.2020 17:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dateschutz? wien lescht d’Plaquennummeren? och vun den korrekten Chauffeuren. Mussen wuel enregistréiert gin fir d’Vitesse op enger bestemmter Distanz vun A-Z ze checken, oder....? Oder nach eng geheim Police Data Base?

  • German am 08.06.2020 17:08 Report Diesen Beitrag melden

    An Däitschland dierf een op der Landstroos matt 100 fueren, an op villen Autobunnen get et just eng "Richtgeschwindigkeit". Däitschland ass vill mei grouss ewei Letzbuerg, an huet trotzdem vill besser Statistiken waat Doudecher ubelengt !!!!! De Bausch huet null Ahnung!!

    • @German am 09.06.2020 10:10 Report Diesen Beitrag melden

      Awer Dir oder wéi? Deen éiwegen Näid op Däitschland mat sénge Raser-Autobunnen ass esou ermiddend wéi sënnlos. Haalt Iech dach einfach un de Code de la Route, und gut is'.

    • @Guttmënsch am 09.06.2020 11:07 Report Diesen Beitrag melden

      Déi ganz "Guttmënschen" (haalt iech un d'Vitesse, dot äer Mask un, haalt iech un alles a maacht p kee Fall eppes wat Spaass mecht.....) sin och ermiddend a sënnlos.

    • German am 09.06.2020 12:54 Report Diesen Beitrag melden

      @ @German : Jo ech haale mech un de Code de la Route, ech fuere brav matt 100 tescht den Dierfer a matt 200 op der Autobunn. Ech wunnen an Däitschland, enert aanerem well een sech do nach kann e grousse Bungalow kaafen fier de Preis vun engem klenge Studio zu Lux. A virunn allem hei hu mer keen Ticketsknipser, keen Turnlehrer a keng Müllerin als Minister !!!!

    • @ @Guttmënsch am 09.06.2020 19:13 Report Diesen Beitrag melden

      Kënnt Dir kee Spaass hunn, ouni Gesetzer a Regelen ze briechen?? Dat ass zwar bedenklech an zimlech traureg.

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  • Jos am 08.06.2020 15:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Man könnte meinen, für manche Menschen bricht die Welt zusammen, wenn sie mit 90 km/ h auf der Nationalstrasse fahren müssen. Haltet Euch einfach dran, lächelt in Euch hinein beim Fahren und freut Euch, dass das neue Streckenradar nicht auslösen muss. Und schon gibt es ein Problem weniger im Leben!