Leben in Luxemburg

16. März 2020 18:08; Akt: 16.03.2020 18:13 Print

«Es herrscht eine gespenstische Stille»

LUXEMBURG-STADT – Nicht nur die Straßen der Hauptstadt sind am Montagmorgen wie leergefegt, sondern auch die Einkaufszentren.

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«Heute darf man noch einen Schaufensterbummel machen. Wer weiß, wie das in den nächsten Tagen sein wird. Es herrscht schon jetzt eine gespenstische Stille», sagte ein Kunde am Montagnachmittag im Einkaufszentrum Cloche d'Or.

Seit dem Morgen werden im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus noch strengere Maßnahmen umgesetzt. Das Einkaufszentrum zeigt seitdem ein völlig anderes Gesicht: Menschenleere Rolltreppen, Absperrbänder vor Bereichen, in denen die Kunden normalerweise eine Pause einlegen, geschlossene Geschäfte. In den kommenden Tagen wird es wohl noch ruhiger werden.

Polizei beginnt mit Kontrollen

«Es ist irgendwie unheimlich, das Einkaufszentrum so leer zu sehen. Die Arbeit ist wirklich frustrierend. Wir haben so gut wie keine Kundschaft und können uns trotzdem jederzeit anstecken», sagt ein Angestellter eines Telekommunikations-Shops. «Wir können in dieser Situation nur verlieren», erklärt ein Mitarbeiter eines Schuhgeschäfts.

Einzig der Supermarkt am Shoppingtempel an der Cloche d'Or war gut besucht. «Wir versuchen, nicht zu lange hier drin zu blieben. Wir nehmen, was wir brauchen und gehen wieder nach Hause», sagen Georges und Ina, die seit letzter Woche von zu Hause aus arbeiten. Die Bäckereien und Imbisse sind weiterhin geöffnet, haben aber kaum Kunden. Auf den Tischen davor stehen Stühle. «Ein paar junge Leute wollten sich hinsetzten. Weil das aber nicht geht sind auch sie weitergegangen. Es ist wirkliche eine sehr sonderbare Situation», sagt die Angestellte einer Bäckerei.

Ab Dienstag wird die Polizei in den Geschäften Kontrollen durchführen. Wer sich nicht an die Anweisungen der Regierung hält, wird mit einer Geldstrafe belegt.

(Ana Martins/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • NKA am 16.03.2020 18:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles wird geschlossen aber was ist mit den Leuten und Grenzgängern die in Fabriken arbeiten?An die hat keiner gedacht

  • Arme Arbeiter gibt es auch in Luxemburg am 17.03.2020 12:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und die Arbeiter auf den Baustellen wo manchmal nur ein Dixie steht für alle Arbeitern , interessiert wohl niemanden. Es sind ja nur einfache Leute wo da arbeiten, kann man ja immer ersetzen. Schande an euch, ihr möchtegern Beschützer des Volkes

  • Iris Gläser am 16.03.2020 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer ist denn bitte noch so irre, jetzt einen Schaufensterbummel zu machen? Bleibt zuhause, wenn Ihr könnt, Leute! Ihr gefährdet auch die, die arbeiten müssen, nur weil Ihr keinen Tag ohne Shoppingerlebnis auskommen wollt!!!

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  • Arme Arbeiter gibt es auch in Luxemburg am 17.03.2020 12:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und die Arbeiter auf den Baustellen wo manchmal nur ein Dixie steht für alle Arbeitern , interessiert wohl niemanden. Es sind ja nur einfache Leute wo da arbeiten, kann man ja immer ersetzen. Schande an euch, ihr möchtegern Beschützer des Volkes

  • Iris Gläser am 16.03.2020 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer ist denn bitte noch so irre, jetzt einen Schaufensterbummel zu machen? Bleibt zuhause, wenn Ihr könnt, Leute! Ihr gefährdet auch die, die arbeiten müssen, nur weil Ihr keinen Tag ohne Shoppingerlebnis auskommen wollt!!!

  • NKA am 16.03.2020 18:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles wird geschlossen aber was ist mit den Leuten und Grenzgängern die in Fabriken arbeiten?An die hat keiner gedacht