Pendler

09. Dezember 2019 19:04; Akt: 09.12.2019 19:58 Print

«Es ist ein täglicher Kampf in den TERs»

LUXEMBURG – Nach fünf Tagen Streik bei der SNCF werden die Pendler langsam ungeduldig. Die Aussichten für morgen geben keinen Anlass zur Hoffnung.

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Auf der Strecke Nancy-Metz-Luxemburg werden am Dienstag nur fünfzig Züge verkehren – üblicherweise sind es 189. Auch der Dienstag wird wohl kein guter Tag für Pendler.

«Wir verstehen die Streikenden, aber wir haben auch das Gefühl, als Geiseln genommen zu werden», sagt Ahmed (35) am Montagabend am Luxemburger Bahnhof. «Bei der SNCF werden die Probleme sicher noch eine Weile andauern», sagen Bertrand (37) und Thomas (35) pessimistisch. In der Zwischenzeit versuchen die Grenzgänger, sich in Geduld zu üben. «Wir haben ja nicht wirklich eine Wahl. Die Menschen sind eher genervt als wütend», sagt Faiz (24). Ein Gefühl, das Bertrand und Thomas teilen: «Die Verbindungen funktionieren ja auch im Rest des Jahres nicht gerade problemlos. Wir sind es eigentlich gewohnt. Da ist Resignation mit im Spiel.»

Um 5 Uhr aus der Haustür, um 8 Uhr im Büro

Bei weniger Zügen, sind die verbleibenden schnell überfüllt. «Es ist ein alltäglicher Kampf im TER. Du musst es schaffen, einen Platz zu finden. Ich persönlich will nicht dafür kämpfen. Ich warte jetzt und nehme den nächsten», entscheidet Ahmed. Neben dem fehlenden Komfort sind es vor allem die Verspätungen, unter denen die Pendler leiden. «Im Durchschnitt brauchen wir morgens und abends eine Stunde länger. Das ist ein Problem, wenn es darum geht, die Kinder abzugeben und abzuholen», erklärt Bertrand. «Ich bin um 5 Uhr morgens aus der Haustür, um dann um 8 Uhr morgens bei der Arbeit zu sein», sagt Ahmed.

Also organisieren sich die Grenzgänger. Fahren früher los, bilden Fahrgemeinschaften, beantragen Homeoffice, jeder hat seine eigene Strategie, um das Problem zu umgehen. Aber bei einem langen Streik werden auch Unterstützer auf eine harte Probe gestellt. «Am Donnerstag lächelten die Leute noch. Aber jetzt sind es immer weniger», sagt Thomas.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hauptabteilungsleiter am 10.12.2019 11:38 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn die Transporte streiken sollten auch alle anderen Arbeitnehmer einen freien Tag bekommen. Dann kommt wenigstens keiner zu spät.

  • velo cycliste am 10.12.2019 12:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ich forderen eng Velo-Piste Metz-Kirchberg jetzt !

  • ich stand nach 650 km vor den letzten 20 am 10.12.2019 17:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gibt es. musst nur komoot benutzen :)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jack@yanis am 10.12.2019 17:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Waat kann eis krankekees fir en macron streik.

  • ich stand nach 650 km vor den letzten 20 am 10.12.2019 17:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gibt es. musst nur komoot benutzen :)

  • velo cycliste am 10.12.2019 12:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ich forderen eng Velo-Piste Metz-Kirchberg jetzt !

  • Hauptabteilungsleiter am 10.12.2019 11:38 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn die Transporte streiken sollten auch alle anderen Arbeitnehmer einen freien Tag bekommen. Dann kommt wenigstens keiner zu spät.

  • Yanis am 10.12.2019 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach krank melden und zu Hause bleiben geht auch. Wenn die streiken kann ich auch krank sein.