Wachstum in Luxemburg

14. Oktober 2019 14:29; Akt: 14.10.2019 14:29 Print

EY profitiert vom Brexit-​​Effekt

LUXEMBURG – Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY Luxembourg verzeichnet ein «außergewöhnliches» Umsatzwachstum.

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«In den letzten fünf Jahren lag das Wachstum bei +54 Prozent, was weltweit außergewöhnlich ist», kommentierte Alain Kinsch, Country Managing Partner von EY Luxembourg.

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EY Luxembourg folgt der Wachstumskurve, die von der Prüfungs- und Beratungsgruppe weltweit beobachtet wird. Mit einem Umsatz von 236 Millionen Euro für das am 30. Juni 2019 endende Geschäftsjahr wuchs das luxemburgische Unternehmen um 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. «In den letzten fünf Jahren lag das Wachstum bei +54 Prozent, was weltweit außergewöhnlich ist», kommentierte Alain Kinsch, Country Managing Partner von EY Luxembourg, am Montag bei der Präsentation der Jahresergebnisse.

«Es ist eher eine Wachstumsrate, die man sonst in Schwellenländern beobachten kann, aber sehr ungewöhnlich für Europa. Und wir hatten keine Schwankungen, wir streben nach Beständigkeit und Stabilität bei hohem Wachstum», fügte Alain Kinsch hinzu. An dieser Entwicklung sind die drei Leistungsbereiche mit wiederkehrenden Faktoren beteiligt. «Der Brexit zieht weiterhin Neueinsteiger an, die Wirtschaftsprüfer benötigen», sagt Bernard Lhoest, Leiter der Auditabteilung.

320 neue Mitarbeiter

«Unternehmen, die Finanzprodukte in Europa vertreiben, müssen ein anderes Zentrum als das Vereinigte Königreich finden», beobachtet Olivier Maréchal, Leiter der Beratungsstelle. In diesem Geschäft stellt der Manager fest, dass der Finanzsektor aufgrund eines anhaltenden Umfelds mit negativen Zinsen «unter Stress» stehe. «Unternehmen versuchen, mit einem niedrigeren Fixkostenniveau zu arbeiten, deshalb helfen wir ihnen bei der Anpassung der Organisationsstruktur».

Ein weiterer Wachstumstreiber, auch im Einklang mit den niedrigen Finanzzinsen, ist der Markt für Private Equity (Kapitalanlage) und Immobilien (Investmentfonds in Immobilienvermögen). «Wir glauben an diesen Sektor, in dem es viel globales Wachstum geben wird. Dies ist eine Branche, die weiter wachsen wird, weil immer mehr investiert wird», sagt Alain Kinsch. Rund 550 Mitarbeiter von EY Luxembourg widmen sich diesen Aktivitäten, von den insgesamt 1500 Mitarbeitern des Unternehmens.

Mit 320 neuen Mitarbeitern hat sich die Belegschaft im vergangenen Jahr um 250 Stellen erhöht. EY wird deswegen auch zwei neue Stockwerke im Hauptsitz in Kirchberg beziehen, weitere 1500 Quadratmeter. Es gibt noch Raum für Wachstum, da das Unternehmen bei seinem Umzug in die Hauptstadt Ende 2015 mit bis zu 1800 Arbeitsplätzen geplant hat.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Guter Anfang am 14.10.2019 22:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Merkwürdig, dass es trotz Lehmanbrothers noch Menschen gibt, die Wirtschaftsprüfern glauben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Guter Anfang am 14.10.2019 22:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Merkwürdig, dass es trotz Lehmanbrothers noch Menschen gibt, die Wirtschaftsprüfern glauben.