Luxemburg

26. Oktober 2021 13:10; Akt: 26.10.2021 13:18 Print

Fake-​​News-​​Petition schafft es in die Chamber

LUXEMBURG – Eine Petition, die ein Verbot von «gentherapeutischen Impfstoffen für unsere Kinder» fordert, hat die Marke von 4500 Unterschriften überschritten.

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Die Petition erreichte drei Tage vor Fristablauf über 4500 Unterschriften. (Bild: Editpress/AFP/Symbolbild)

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Eine Petition zur Kinder-Impfung, die teilweise widerlegte Aussagen zu den mRNA-Impfstoffen enthält, hat am Dienstag die 4500-Unterschriften-Marke erreicht. Der Text wird damit in einer öffentlichen Debatte mit den beteiligten Abgeordneten und Ministern behandelt werden. Die Petition mit dem Titel «Stoppt Gentherapie-Impfstoffe (Covid 19) für unsere Kinder» kann seit dem 17. September auf der Chamber-Website unterzeichnet werden. Der Petent bezieht sich dabei offenbar auf mRNA-Impfstoffe und schreibt, dass diese Injektionen «keine Impfstoffe wie jeder andere Grippeimpfstoff» seien.

In seiner Petition wiederholt er lange widerlegte Aussagen, wonach die Injektionen die Gene der geimpften Personen verändern könne. Diese Veränderungen seien «für den Rest unseres Lebens unumkehrbar», schreibt der Petent weiter. Diese Aussagen sind von zahlreichen Wissenschaftlern und unabhängigen Faktencheckern in der Vergangenheit bereits als falsch entlarvt worden. «Eine Integration von RNA in DNA ist unter anderem aufgrund der unterschiedlichen chemischen Struktur nicht möglich», heißt es dazu beim Paul-Ehrlich-Institut, das in Deutschland Impfstoffe prüft und zulässt. Dies Falschmeldung hält sich seit Beginn der Impfkampagne in Luxemburg hartnäckig.

«Vorsicht und Verhältnismäßigkeit»

In seiner Argumentation vermischt der Petent zudem die Impfung mittels mRNA (auch als Boten-RNA bezeichnet) mit der Ablehnung vieler Eltern gegenüber gentechnisch veränderten Lebensmitteln. Schließlich würden viele Eltern nicht wollen, dass ihre Kinder Lebensmittel aus Gentechnik essen würden. Diese würden sicher auch nicht wollen, dass «die Gene, die sie ihren Kindern liebevoll mitgegeben haben, verändert werden.» Anschließend führt der Text ins Feld, dass das Risiko für Kinder einen schweren Krankheitsverlauf zu erleiden, sehr gering sei. Eine Nutzen-Risiko-Abwägung spreche demnach gegen den Einsatz der Impfstoffe bei Kindern. Seit Beginn der Pandemie waren im Großherzogtum 0,7 Prozent der Patienten auf der Intensivstation und 2,5 Prozent der Patienten auf der Normalstation Covid-Patienten die jünger als 14 Jahre alt waren.

In den Augen des Petenten sei «die Verabreichung von Covid-19-Impfstoffen an gesunde Kinder zum Schutz von Erwachsenen ist unethisch und nicht zu rechtfertigen.» Die Regierung habe die Pflicht, «vorsichtig und verhältnismäßig zu handeln», schreibt er weiter. Luxemburg impft derzeit Jugendliche ab zwölf Jahren, aber keine Kinder. Dazu schreibt der Petent, es gäbe Behandlungsmethoden und Medikamente, die «kürzlich entdeckt wurden und sich als heilend gegen die Pandemie erwiesen» hätten.

(L'essentiel/DPA)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Letzebuerger am 26.10.2021 15:09 Report Diesen Beitrag melden

    Diesen Petenten und die die unterschrieben haben, haben nichts verstanden. Die können Meinung und Fakten nicht auseinanderhalten.

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  • Überlegt mal am 26.10.2021 15:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die kürzlich entdeckten Behandlungsmethoden sind wohl Eingenurin trinken und Bleiche spritzen? Durch falsche Behauptungen sind schon vor Jahrzehnten über 6 Millionen Menschen umgekommen.

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  • mp3 am 26.10.2021 19:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer da unterschrieben hat, hat definitiv die Kontrolle über sein leben verloren. Da wird die eigene Meinung vor Wissenschaftlichen, bewiesene Fakten gestellt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Haari am 27.10.2021 07:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Marco P Als Rna Wessenschaft as schons wait ufangs 80er op den Paramedicals Klassen geléiert gin also as et naisch sou revolutionæres an onsechers wi dir do behaapt!!! Fir de Rescht kann een alles a fro stellen am Liewen!

    • @Haari am 27.10.2021 07:33 Report Diesen Beitrag melden

      Richteg mais gouf awer nach nie als Vaccin agesaat! Wann daat jo sou sëcher ass wiesou wëll da keen fir Impfschied haften?

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  • packtiech am 27.10.2021 06:10 Report Diesen Beitrag melden

    Gudd esou well et jo och schwachsinn ass!!Ech huele jo och keng Inflammatoire'n well ech vlait de kappwéih kéint kréien obwuel ech e kärgesonden Kärel sin!!

  • mp3 am 26.10.2021 19:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer da unterschrieben hat, hat definitiv die Kontrolle über sein leben verloren. Da wird die eigene Meinung vor Wissenschaftlichen, bewiesene Fakten gestellt.

    • Marco P. am 26.10.2021 21:25 Report Diesen Beitrag melden

      @mp3, Wissenschaftlich bewiesen ist, dass die Umwandlung von RNA in DNA zur Evolution gehört und somit zu unserem täglichen Leben. Wie sich die im Labor erzeugte synthetische mRNA verhält ist ungewiss. Der Vorgang ist recht kompliziert, lässt sich aber nachlesen. Die Behauptungen der Politik, die von Sicheren und Vollwertig Getesteten Impfstoffen redet, werden schon durch die Beipackzettel der Hersteller widerlegt. Sehr einfach nachzulesen.

    • packtiech am 27.10.2021 06:02 Report Diesen Beitrag melden

      Richtig! Und wieso will denn niemand für Impfschäden haften wenn sie doch so sicher sind?? Ich höre?

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  • Marc am 26.10.2021 17:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jo leider gesinn Leit (oder wëllen et net gesinn) haut net méi den Ënnerscheed zwechen Behaaptung, Meenung an Fakt.

    • @Marc am 27.10.2021 06:03 Report Diesen Beitrag melden

      Ehhh dach muss ee juste sai gesonden Mënschenverstand gebrauchen!!

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  • Alain am 26.10.2021 17:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Wahn Sinn, ech verstinn Ären Kommentar net. Erhëllt mech.