Foyer scolaire

18. September 2014 12:49; Akt: 18.09.2014 13:15 Print

Fehlende Betreuungsplätze -​​ Eltern stinksauer

LUXEMBURG – Über 250 Kinder in der Hauptstadt warten derzeit auf einen Betreuungsplatz nach der Schule. Die Eltern pochen auf ihren rechtlichen Anspruch.

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Rund 250 Kinder in der Hauptstadt müssen nach der Schule nach Hause, obwohl ihre Eltern gerne einen Betreuungsplatz für sie hätten. (Bild: dpa)

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«Die Stadt hat im Bereich der außerschulischen Betreuung ihre Hausaufgaben nicht gemacht», beschwert sich Paul Reuter. Er lebt in Gasperich und hätte sein Kind gerne nach der Schule betreuen lassen. Doch weil es zu wenig Plätze gibt, steht sein Nachwuchs auf der Warteliste, wie über 250 andere Kinder in der Hauptstadt auch. «Unserer Auffassung nach sind die Kommunen rechtlich dazu verpflichtet, für genügend Plätze zu sorgen», erklärt Reuter, der Mitglied einer Eltern-Gruppe ist, denen es genau so geht.

«Die Kinder auf der Warteliste sind jene, die auch zu Hause betreut werden können», verteidigt Colette Mart den Status Quo. Sie ist im Rathaus für die Thematik zuständig. Ein Argument, dass die Eltern nicht überzeugt, zumal danach bei der Anmeldung gar nicht gefragt wird. «Alle Kinder haben das gleiche Recht auf einen Platz. Es geht auch nicht nur um die Betreuung. Dort lernen sie auch Luxemburgisch und werden gemeinsam sozialisiert», so Reuter. In den 18 Einrichtungen der Stadt (Foyer scolaires) werden jährlich 3500 Kinder von 347 pädagogischen Fachkräften betreut.

«Wir tun alles dafür, dass die Kinder, die derzeit auf einer Warteliste stehen, so schnell wie möglich einen Platz bekommen», versichert Lydie Polfer (DP), Bürgermeisterin von Luxemburg-Stadt. Damit einher geht, dass mehr Personal eingestellt werden muss. Für die rund 250 Kinder im Wartestand müssen 25 zusätzliche Pädagogen gefunden werden. Ebenfalls nicht gelöst ist das Platzproblem. Die neuen Foyers in Gasperich und Cents werden wegen technischer Probleme erst nach Allerheiligen (1. November) öffnen. Die dadurch entstehenden Plätze reichen laut Reuter dennoch nicht aus: «Allein in Gasperich fehlen dann noch immer acht Plätze.»

(jw/pw/L‘essentiel)

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